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Wirtschaftlichkeit von PV-Systemen, kritische Betrachtung

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(@harrysolar)
Vorsichtiger Stromfühler
Beigetreten: Vor 4 Monaten
Beiträge: 4
Themenstarter  

Hallo liebe Community,

 

ich arbeitete etwas über 10 Jahre in der PV-Branche, überwiegend in der Forschung und Entwicklung und habe auch auf dem Gebiet meinen Bachelor- und Masterabschluss abgelegt. Nun stand für das Haus meiner Mutter die Frage im Raum, ob sich für Sie eine PV-Anlage lohnt. Und leider komme ich immer wieder zu dem Ergebnis, dass eine PV-Anlage, egal ob mit oder ohne Speicher, meist unwirtschaftlich ist. Auch habe ich dazu unterschiedliche Firmen angefragt, aber bei jeder einzelnen Firma werden elementare Sachen wie die Inflation vernachlässigt.

Wenn überhaupt, dann haben sich die Anlagen, ohne Berücksichtigung der Inflation, nach 16-17 Jahren selbst abgezahlt (Einfamilienhaus, Ost-West Ausrichtung). In den restlichen 3-4 Jahren kommen dann aber nur noch Mini-Beträge zusammen. Berücksichtigt man die Inflation wird das ganze noch schlimmer. Auch fehlt bei jedem Angebot die Abschreibung der Anlagen. Es ist ja schön und gut, dass sich eine Anlage nach sagen wir optimistisch 15 Jahren abbezahlt hat. Aber die Anlage selbst ist ja nach dieser Zeit auch nur noch einen Bruchteil wert. Ich habe noch keinen Hausbesitzer gesehen, der nach 20 Jahren seine Anlage für den gleichen Preis wie zum Kauf verkauft hat. Im Gegenteil, wenn die Anlage nach 20-30 Jahren am Ende ist, muss man diese entsorgen. Auch das wird meist nicht berücksichtigt. Und ob es dann die Firmen noch gibt weiß keiner.

Noch schlimmer wird das ganze, wenn man die Opportunitätskosten berücksichtigt. Ich kann mit wenigen Klicks in die Weltwirtschaft mit einem ETF investieren. Jährliches Wachstum hier irgendwas zwischen 8-10%. Und hier kann ich mir am Ende das investierte Kapital voll auszahlen lassen und muss es nicht wie die PV-Anlage abschreiben. Auch habe ich noch nie eine PV-Anlage gesehen die solch eine hohe Rendite erzielt. Außer mann baut wirklich sehr sehr viel selber. Zusätzlich habe ich faktisch bei einem ETF kein Klumpenrisiko.

Bitte nicht falsch verstehen, ich habe selber wie gesagt lange in der Branche gearbeitet, komme aber halt immer wieder zu der Erkenntnis, dass es sich nicht rechnet und andere Assett-Klassen attraktiver sind.

Wie seht ihr das? Change my mind Smile

 

VG

 

 

 


   
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(@sarowe1972)
Heroischer Stromgenerator
Beigetreten: Vor 1 Jahr
Beiträge: 889
 

Darf ich mal vermuten das deine Mutter alleine lebt und einen geringen Eigenverbrauch hat?

Ich habe in vielen Diskussionen hier immer wieder Diskussionen erlebt, wie sehr die Rentabilität vom Verbrauch bzw Lastprofil abhängig ist. Von der reinen EEG Vergütung sind die Rentabilitäten grenzwertig. 

Meine Anlage, reine Südlage, 2 Haushalte, 8 Personen, momentan 1 BEV nächstes Jahr zweites, vor Pv und BEV schon über 10.000 kwh Verbrauch und dann DIY sieht die Situation ganz anders aus.


   
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(@und-mehr)
Heroischer Stromgenerator
Beigetreten: Vor 2 Jahren
Beiträge: 1103
 

Veröffentlicht von: @harrysolar

Noch schlimmer wird das ganze, wenn man die Opportunitätskosten berücksichtigt. Ich kann mit wenigen Klicks in die Weltwirtschaft mit einem ETF investieren. Jährliches Wachstum hier irgendwas zwischen 8-10%. Und hier kann ich mir am Ende das investierte Kapital voll auszahlen lassen und muss es nicht wie die PV-Anlage abschreiben. Auch habe ich noch nie eine PV-Anlage gesehen die solch eine hohe Rendite erzielt. Außer mann baut wirklich sehr sehr viel selber. Zusätzlich habe ich faktisch bei einem ETF kein Klumpenrisiko.

Bitte nicht falsch verstehen, ich habe selber wie gesagt lange in der Branche gearbeitet, komme aber halt immer wieder zu der Erkenntnis, dass es sich nicht rechnet und andere Assett-Klassen attraktiver sind.

Dann machst du irgendwas falsch, oder bis noch nicht voll investiert.

Die 8-10% Wertsteigerung hast du, nur wenn du in Belgien wohnst, in dt. ist jeder Euro nur 75 Cent wert.
Börse nutzt sich ab,

Veröffentlicht von: @harrysolar

wenn die Anlage nach 20-30 Jahren am Ende ist, muss man diese entsorgen

Reicht mir völlig aus, die Anlage kann dann zusammen mit dem Rest des Hauses in die Mülltonne wandern.
Ich will nicht der reichste Mann auf dem Friedhof sein, das Haus und PV kann dann weg, ohne dass ich Schulden herunterlasse.

 

..,-


   
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(@uschi)
Autarkiekönig
Beigetreten: Vor 3 Jahren
Beiträge: 887
 

Endlich spricht es mal jemand aus.

 

Ich wundere mich schon seit Jahren, das die Leute glauben, das die z.B. 10 Cent je kWh in 10-20 Jahren auch noch irgendeinen Wert haben.

Und komme mir keiner mit der immer wieder nach unten getürkten offiziellen Teuerungsrate. 

 

Als DIY sieht die Welt allerdings besser aus, gerade bei den aktuell extrem billigen Modulpreisen. 

Aber auch da ist Eigenverbrauch das A und O. 

 


   
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(@harrysolar)
Vorsichtiger Stromfühler
Beigetreten: Vor 4 Monaten
Beiträge: 4
Themenstarter  

Hallo zusammen,

 

vielen lieben Dank ersteinmal für euer Feedback. Zu euren Fragen.

 

@Sarowe: Meine Mutter lebt mit unseren Vater gemeinsam in dem Haus. Geheizt wird zum Großteil mit Holz über den Kamin, ansonsten mit Gas. Der Stromverbrauch ist recht gering, ca. 2500 kWh/a. Du hast natürlich recht, wenn man DIY macht und zusätzlich noch ein E-Fahrzeug besitzt kann die Sache deutlich besser ausschauen. Aber der Anspruch einer echten Energiewende sollte ja sein, dass sich PV für jeden rechnet. Und das ganze seriös, ohne von den Firmen über den Tisch gezogen zu werden mit geschönten Daten. Nur ein Bruchteil der Bevölkerung ist nunmal Techniker oder Ingenieur und kann das selber stemmen.

@und mehr: Deinen Punkt mit der Börse verstehe ich nicht ganz. Das weltweite Wirtschaftswachstum ist doch unabhängig vom Standort des ETF-Käufers. Na klar, kann es zu Unterschieden schon aufgrund des Währungsrisikos kommen. Aber in der letzten Dekade hat ja bspw. der EUR gegenüber dem Dollar deutlich abgewertet, was gut ist bei einem USD-ETF für Käufer aus Deutschland. Und das Haus meiner Mutter und die PV sollen nach 20 Jahren nicht in die Mülltonne wandern. Ich habe Familie und würde gerne das Eigentum, wenn es soweit ist, an die nächste Generation weitergeben.

@Uschi: Danke für dein Feedback. Leider habe ich hier immer den Eindruck, dass die ganzen Solargurus im Netz einen zu hohen Confirmation-Bias haben. Wie gesagt, ein echt kritisches Video bspw. zur Wirtschaftlichkeit konnte ich noch nicht finden. Den Eigenverbrauch im Winter zu decken ist aber leider fast unmöglich, außer mann hat noch einen Hof neben dem Haus mit entsprechend großer Dachfläche stehen. Wobei dabei ja wieder die Kosten der Anlage steigen. Und den Überschuss an Strom aus dem Sommer kann man nunmal auch mit einem großen Speicher nicht in den Winter herübernehmen.

 

Ich habe euch anbei nochmal meine Berechnungen für das Haus meiner Mutter angehangen. Die PV-Ausbeute und alles decken sich nahezu mit den gängigen PV-Tools aus dem Netz. Wie gesagt, schneidet bei mir immer ein ETF-Portfolio besser als eine PV-Anlage ab. Hier mit inbegriffen ist auch, dass die Stromkosten ohne PV aus den Erträgen des ETF´s bezahlt werden müssen. Und wie gesagt, amortisiert sich die PV-Anlage meist erst nach 15 Jahren. Hier kann ich auch an den Parametern drehen wie ich will, ich komme fast immer auf solche Amortisationszeiten.

 

Anlagendaten:

- Jahresverbrauch: 2500 kWh/a

- Ausrichtung: Ost-West mit 45° neigung

- Leistung & Akku: 5 kWp, 5 kWh

- Degradation: 0,5% p.a.

- Systemkosten: 16.000 EUR (schon das günstigste)

 

Finanzielles:

- Einspeisevergütung: 8 Cent/kWh

- Stromkosten: 40 Cent/kWh

- Inflationsrate: 3% p.a.

- ETF-Wachstumsrate: 6% p.a. (schon pessimistisch angenommen)

 

 

Das ganze Thema der Wärmepumpe habe ich dabei noch gar nicht berücksichtigt. Mir ist volkommen unklar, wie man im Winter mit einer PV-Anlage seine Wärmepumpe betreiben will. Dafür sind die Einstrahlungswerte meiner Meinung nach viel zu gering, insbesondere wenn mann nur die Dachfläche eines durchschnittlichen Einfamilienhauses zur Verfügung hat. Und mann schafft es eben nicht, den Überschussstrom aus dem Sommer in den Winter zu "retten".

VG

 

 


   
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(@mhltheone)
Mitglied Moderator
Beigetreten: Vor 8 Monaten
Beiträge: 644
 

Moin Harry,

ich denke kaum, dass eine 5 kWp mit 5 kWh bei dem Stromverbrauch nur ansatzweise sinnvoll gewählt ist und zu Kosten von 16t€ auch nicht gerade günstig.

Du schriebst oben, berücksichtigt man die Inflation wird die Wirtschaftlichkeit noch schlimmer? Die Inflation kommt der Anlage eher zur Gute und hat einen Impakt auf dein Kapital (ETF).

Keine sagt das andere Invenst nicht besser sind, die Frage ist eher ob die Anlage sich auszahlen kann und ob man diesen Invest für die Umwelt machen möchte.

Natürlich ist es nicht für jeden eine DIY Anlage zu bauen, aber denke für jeden möglich mit ein wenig Geschick ein Balkonkraftwerk zu installieren und eins mit 4 Modulen wird zumindest Tagüber bei sonnigen Tagen den Bedarf größtenteils decken und kostet mit allem was man braucht unter 1000€ und macht sich deutlich eher amortisiert als deine geplante Anlage.

Keiner hat den Anspruch, vor allem nicht mit Wärmepumpe im Winter seinen Bedarf vollständig zu decken.

Aktuell eher im Bereich BKW aktiv. Einrichtung mehrere BKW (Hoymiles / EcoFlow / Nulleinspeisung).
Selbst ein BKW mit 4kWp und 5kW/h Akku im Betrieb und Tibber Kunde.


   
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(@harrysolar)
Vorsichtiger Stromfühler
Beigetreten: Vor 4 Monaten
Beiträge: 4
Themenstarter  

Veröffentlicht von: @mhltheone

Moin Harry,

ich denke kaum, dass eine 5 kWp mit 5 kWh bei dem Stromverbrauch nur ansatzweise sinnvoll gewählt ist und zu Kosten von 16t€ auch nicht gerade günstig.

Du schriebst oben, berücksichtigt man die Inflation wird die Wirtschaftlichkeit noch schlimmer? Die Inflation kommt der Anlage eher zur Gute und hat einen Impakt auf dein Kapital (ETF).

Keine sagt das andere Invenst nicht besser sind, die Frage ist eher ob die Anlage sich auszahlen kann und ob man diesen Invest für die Umwelt machen möchte.

Natürlich ist es nicht für jeden eine DIY Anlage zu bauen, aber denke für jeden möglich mit ein wenig Geschick ein Balkonkraftwerk zu installieren und eins mit 4 Modulen wird zumindest Tagüber bei sonnigen Tagen den Bedarf größtenteils decken und kostet mit allem was man braucht unter 1000€ und macht sich deutlich eher amortisiert als deine geplante Anlage.

Keiner hat den Anspruch, vor allem nicht mit Wärmepumpe im Winter seinen Bedarf vollständig zu decken.

 

Hallo MhlTheOne,

vielen Dank für dein Feedback. Leider kann ich dir hier in vielen Fällen nicht zustimmen. Aber bitte belehre mich eines besseren Smile

Bei der Anlagen- und Speichergröße mit den zugehörigen Systemkosten habe ich 6 Angebote durchgerechnet. Ich bin bei allen auf Amortisationszeiten von irgendwas um die 15 Jahre gekommen. Für mich zu gering, da immer eine Anlagenkomponente ausfallen kann und man sehr viel Kapital in einem Assett anlegt. Zu hohes Klumpenrisiko.

Die Inflation kommt einer PV-Anlage definitiv nicht zu gute. Na klar, mann zahlt durch den Eigenverbrauch weniger Stromkosten aber eine PV-Anlage hat sich eben erst nach 15 Jahren abbezahlt. Und in 15 Jahren sind nunmal 16.000 EUR weniger wert als heute. Dieser Punkt wird immer wieder vernachlässigt. Und natürlich hast du recht, auch ein ETF wächst nach der Inflation weniger (6% ETF-Wachstum - 3% Inflation), aber eben immernoch positiv. Wie gesagt hatte ich das alles in meinen Berechnungen berücksichtigt. 

Und nochmal, der Anspruch, wenn man die Energiewende wirklich schaffen will, sollte es doch sein, dass sich jeder eine PV-Anlage auf das Dach bauen lassen kann ohne vorher einen Techniker zu machen. Ich frage mich sowieso, warum die Firmen für die kompletten Systeme so viel Geld verlangen weil die Module selbst sind ja recht günstig.

Zu den Wärmepumpen wird leider immer wieder bei den Verkaufsgesprächen suggeriert, dass man ja diese im Winter mit der PV betreiben kann. Die Erfahrung habe ich selber bei den Angeboten gemacht 🙁

 

VG

 


   
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(@sarowe1972)
Heroischer Stromgenerator
Beigetreten: Vor 1 Jahr
Beiträge: 889
 

@HarrySolar ich bin eigentlich Dipl Ing Agrar und arbeite seit 20 Jahren im Handwerk. Aber sei es drum. Auch mir sind im Bekanntenkreis Angebote für PV bekannt, da machste eine Rolle Rückwärts. Bei genaueren Betrachtung ist das dann aber das "rund um sorglos Packet" da ist dann aber auch der Maler und die Putzfirma mit drin. Gleiches gilt übrigens auch für Wärmepumpen. Deine Eltern vielleicht nicht, aber auch du wirst in der Lage ein paar Kabel zu ziehen. 
Auch sehe ich so manche Handwerker Rechnung kritisch, aber so ist es halt momentan, sie können es nehmen.  Ich weiß wovon ich rede. Wenn man selbst "Abwehrangebote" abarbeiten muss.

Ich habe meine Anlage mit Speicher zu 100% finanziert auf 10 Jahre und habe ursprünglich gerechnet, das sie nach 7-8 Jahren bezahlt ist, bei einem kalkulierten Strompreis von 35 cent/kwh.

Nun haben sich ein paar Dinge sehr positiv entwickelt. Ich produziere mehr Strom als erwartet. Die Einliegerwohnung die erstmal aussen vor war versorgen wir mittlerweile mit. Das erste BEV kam schneller als gedacht, weil der Strom über war. Das zweite folgt nächstes Jahr. Mittlerweile unterstützt ein "Tauchsieder" im Pufferspeicher die Solarthermie. Mittlerweile kaufen wir dynamisch Strom zu günstigen Zeiten ins BEV und Hausakku. Haben unser Leben ein klein wenig auf pV ausgerichtet. Manche Tage bleibt die Waschmaschine aus, manchmal läuft sie 3 mal täglich. 

Energiewende bedeutet für mich/uns mehr als 10 Pv Platten aufs Dach  schauben zu LASSEN,  Kabel und Wechselrichter installieren lassen und hoffen das die EEG Vergütung einen Reich macht.

Entschuldige meine manchmal polarisierende Formulierung, aber das verdeutlich manche Sachen 


   
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 hger
(@hger)
Heroischer Stromgenerator
Beigetreten: Vor 2 Jahren
Beiträge: 1022
 

@harrysolar 

Ich würde so ein Invest von 16000 Euro für 5 kWp plus 5 kWh Speicher bei 2500 kWh Verbrauch nicht empfehlen.

Auch nicht "für die Energiewende". Das ist viel zu teuer egal wie man das dreht und wendet.

Die etwa 12 Module selber kannst du inzwischen für 60 Euro das Stück kaufen, macht 720 Euro, die 5 kWh Batterie für 1000 Euro und einen einphasigen Hybrid Wechselrichter für weitere 1000 Euro. Das dann irgendwo hin schrauben, wo das ohne Gerüst geht, sagen wir mal Carport Flachdach, wo wir nochmal 500 Euro für Montage Material ausgeben, und dann ist man bei drei Jahren Amortisation und dann rechnet es sich auch. 

Was wir da brauchen ist halt eine einfache Anmeldung, so dass der Elektriker da nicht mehr machen muss als bei einem Herdanschluss für 100 Euro.

Für die Wärmepumpe im Winter macht es Sinn, Windstrom zuzukaufen, und wenn der mal nicht weht (im Gegensatz zu heute gerade, wo wir mehr als genug Wind haben), ist die Gasheizung mit Biomethan als Backup ganz in Ordnung und verbraucht ausreichend wenig Gas, dass das aus Bioabfällen produziert werden kann.


   
zx6r and solarfreund reacted
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(@mhltheone)
Mitglied Moderator
Beigetreten: Vor 8 Monaten
Beiträge: 644
 

Hallo Harry,

in welchen Fällen kannst du mir nicht zustimmen?

Du sagst du diese Anlagen/Speicher Größe mit Angeboten durchgerechnet und die Amortisieren sich erst nach 15 Jahren.
Dem Wiederspreche ich gar nicht, denn ich sage ganz klar, dass Solarleistung und Akkukapazität in keinem Verhältnis stehen bei einem Verbrauch von 2.500 kWh und die 16 t€ viel zu viel dafür sind.

Die Inflation betrifft den Geldwert. Wie rechnest du die Inflation bei Gegenstandwert? Ja die 16 t€ sind in 15 Jahren weniger Wert, deshalb lieber inverstieren. Da das Geld weniger Wert sein wird, wäre eine Solaranlage in 10 Jahren einrichten eher teurer.

Wenn man die Energiewende wirklich schaffen will, muss man entsprechend leben, und keine Energie / Ressourcen unnötig verwenden und dafür muss man sein leben umstellen.

Handwerker sind nun mal teuer geworden und man bezahlt ja nicht nur die Hardware, sondern die zusätzlich erbrachte Leistung teuer. Wer ein rund um sorglos Paket haben will, zahlt halt entsprechend mehr.

Keiner kann mir sagen, dass ich im tiefsten Winter ausreichend Solar habe für eine Wärmepumpe, aber brauch ich das? Es reicht vollkommen aus, wenn ich ausreichend Strom habe um mich im Sommer und in den Übergangsmonaten komplett selbst zu versorgen. Bei mir ist der Netto Börsenpreis für Strom seit zwei Wochen nahezu durchgehend bei 0 Ct aufgrund des guten Windes und der daraus entstehenden Energie. Heißt ich zahl mit allen Nebenabgaben gerade ca 15 Ct für die kWh.

Aktuell eher im Bereich BKW aktiv. Einrichtung mehrere BKW (Hoymiles / EcoFlow / Nulleinspeisung).
Selbst ein BKW mit 4kWp und 5kW/h Akku im Betrieb und Tibber Kunde.


   
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(@linuxdep)
Heroischer Stromgenerator
Beigetreten: Vor 2 Jahren
Beiträge: 2879
 

Veröffentlicht von: @harrysolar

Bitte nicht falsch verstehen, ich habe selber wie gesagt lange in der Branche gearbeitet, komme aber halt immer wieder zu der Erkenntnis, dass es sich nicht rechnet und andere Assett-Klassen attraktiver sind.

Ok, aber nicht unterschalgen, ein ETF kann auch nur noch 50% Wert haben... Wer sich schon mit ETF und Aktien beschäftigt, sollte auch das Risiko dieser Art der Anlage berücksichtigen. Zumal Durchschnittlich 7% schon hoch gerechnet sind, kommt aber auch darauf an, wann man kauft oder verkauft.

Wenn sich die PV Anlage rein wirtschaftlich betrachtet rechnen soll, kommt es auch auf den Kauf an, einen Verkauf gibt es eher nicht. Derzeit sind die Preise wieder bei 1000€ pro kWp bei 10kWp Analgen oder Größer. Akku ohne DIY rechnet sich eher nicht. Denke es ist gut möglich eine Anlage in 10 Jahren refinanziert zu haben, da kommt es auf einen guten Einkauf und vor allem max. mögliche Größe an. Wenn du dann noch 5-6 mal mehr Strom erzeugst und verkaufst, kannst den fehlen Strom davon einkaufen. das eine Anlage so um die 25 Jahre hält, kann man von ausgehen, wissen kann man es nicht. Beim ETF weißt du auch nicht was nach 20 Jahren ist.

Wenn ich mit 55 Jahren eine eine Anlage aufs Dach baue, ist die gut gekauft, mit 67 abbezahlt, dann gibt es monatliche Entlastungen, das ist sicher, ein ETF, was kannst genau mit 67 Jahren erwarten? Wie sicher ist das wenn du es brauchst? Hat beides seine Berechtigung, aber selbst erzeugter Strom verbraucht sich ganz anders, egal ob man dabei ans Klima denkt oder nicht...

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voltmeter
(@voltmeter)
Yoda
Beigetreten: Vor 4 Jahren
Beiträge: 6855
 

Veröffentlicht von: @harrysolar

Und wie gesagt, amortisiert sich die PV-Anlage meist erst nach 15 Jahren. Hier kann ich auch an den Parametern drehen wie ich will, ich komme fast immer auf solche Amortisationszeiten.

in der tat bei mir sind das um die 12Jahre ohne einspeisevergütung! (wird aber immer kürzer wegen den hohen energiepreisen und der inflation auch wegen dem hohen eigenstromverbrauch durch ein e auto)

pv module sind vom solateur aufs dach montiert ac und dc verkabelung sowie akku in diy.

mit einspeisevergütung wären das paar jahre mehr weil ich neubau habe und keinen zählerkasten dh das muss alles neu und das treibt die amortisationszeit nach oben.

die almosen aus der vergütung machen den unterschied auch nicht, da das meiste selbst verbraucht wird.

Projekt 48kWh / 12kWp Inselanlage - SMA Sunny Island
Sind Photovoltaik-Inselanlagen meldepflichtig?
Warum braucht man keinen 3phasen Batteriewechselrichter?
-- Sammelthread PV Anlagen Beispiele Umsetzung --
Die "Energiewende" kostet eine Kugel Eis..... pro kWh.


   
SolarHeini and hger reacted
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(@solartester)
Batterielecker
Beigetreten: Vor 1 Jahr
Beiträge: 268
 

Sorry, aber sehe ich ganz anders,

Eine Anlage ist heute so günstig wie nie. z.B. eine 15kW Anlage mit 15kwh Speicher (alles DIY)

38 x Paneele 400 Watt              2200,-

Unterkonstr. ca                         1000,-

Kabel Sicherungen und

Kleinteile                                   500,-

1 Growatt/Solax/sonst. 8-10kw  1000,-

1 MP2 5000 + 1 MPPT+ cerbo    1500,-

ein paar Bier für Elektriker (wenn man niemanden kennt) für

(Unterschrift für Anmeldung)       500,-          ((wenn man Kontakte hat entfällt diese Position))               

1 Seplos Speicher incl. allem      2100,-

1 EM 24  + 1 ET340                     500,-

Gesamt grob etwa 9300€ für 15er Solar mit AC und DC Anbindung incl. Notstrom usw. Wer mehr Sicherungen oder eine LED Beleuchtung um seine Batterie will zum prahlen und protzen sollte noch 500€ für Schnick Schnack einplanen. Shutmouth  

Verbrauch bei EFH je nach Lebensart zwischen 8 und 10000kwh/a

Nach Einbau der Anlage liegt der Verbrauch noch bei ca 1500-2000kwh/a

Ersparnis ca 6-8000kwh/a  bei 0,32/kwh  mindestens 2000€/a in Zukunft durch Klimasekte eher mehr

Nach 5 Jahren bezahlt. Einspeisevergütung für die 5000Kwh welche nicht selber verbraten werden zahlt fast den Strom welchen man im Winter braucht.

Und es geht noch günstiger, war jetzt nur mal so grob gerechnet mit 2 Wechselrichtern und einem Mppt sowie Cerbo und 2 x Sicherungskasten für DC (1x Growatt und 1 x MPPT) Die LS sowie Fi /Umschalter usw sollte in die vorhandene Hausverteilung rein passen. Netzbezug von März-Okt. 5-10Kwh/Monat wegen Regelverzögerung usw, geht aber auch bei Dauereinspeisung über Speicher diesen auf 0 zu drücken. Wenn man noch 200€ mehr ausgibt, kann man die Warmwasserversorgung über Heizstab machen und spart sich das Öl oder Gas im Sommer auch noch.

Alle welche mit Ihren Händen was herstellen können, es wird in Zukunft noch besser, an alle anderen welche mit Ihren Händen nichts können, es wird für Euch in Zukunft teuer.

 Gruß

 


   
zx6r reacted
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Carolus
(@carolus)
Famous Member Admin
Beigetreten: Vor 2 Jahren
Beiträge: 6834
 

Der einzige Rat,  den ich hier geben kann an den OP:

Halbiere die Anlagengröße und rechne den RTI nochmals.

Und dann nochmals halbieren und wieder rechnen.

Entweder kommt etwas dabei heraus, wie ich es erwarte, oder so eine Anlage ist nichts für dich.

Ich bin kein Amateur, aber ich lerne trotzdem noch.
Bürokratie schafft man nicht durch neue Regeln oder Gesetze ab.


   
AntwortZitat
(@sarowe1972)
Heroischer Stromgenerator
Beigetreten: Vor 1 Jahr
Beiträge: 889
 

Hast du Harry seine Zahlen nicht gelesen?

Verbrauch 2500 kwh in dem Beispiel. 

Ich habe auch seinerzeit für 8000 kwh gerechnet, das ist eine ganz andere Nr 


   
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