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Voraussetzung an Elektroinstallateur zur Inbetriebnahme einer PV Anlage

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(@paco395)
Vorsichtiger Stromfühler
Beigetreten: Vor 2 Wochen
Beiträge: 1
Themenstarter  

Hallo zusammen!

 

Welche Zertifizierung braucht jemand um PV Anlagen anschließen und inbetriebnehmen zu dürfen?

 

Meine Google-Recherche (z.B. <a href=" Link entfernt " target="_blank" rel="noopener">HIER) ergab, dass es für den AC-Anschluss und die Inbetriebnahme einer PV-Anlage nach EEG eines Elektroinstallateurs bedarf.

 

Außerdem habe ich VDE-Kurse zur Fachkraft für Photovoltaik (z.B. <a href=" Link entfernt " target="_blank" rel="noopener">HIER) gefunden: eine knappe Woche und knapp 2,5k EUR muss man dafür investieren, zur Zielgruppe gehören auch "elektrotechnisch versierte [...] Akademiker".

 

Wäre ich als Mathematiker mit nebenfach Physik, der mittlerweile in der IT ist, sich aber noch ganz gut an die Kirchhoffschen Gesetze erinnert und hobbymäßig auch ein wenig schrauben kann, damit befugt meine eigene PV-Anlage anzuschließen und inbetriebzunehmen?!

 

Vielen Dank im Voraus!


   
Zitat
 Tom
(@tom77)
Vorsichtiger Stromfühler
Beigetreten: Vor 1 Monat
Beiträge: 13
 

Hi,

 

leider bist Du nicht qualifiziert, denn zur Qualifikation gehört kein Wissen sondern Papier. Konkret musst Du in das Installateurverzeichnis Deines Netzbetreibers aufgenommen sein. Hier wirst Du sehr wahrscheinlich wegen mangelnder Qualifikation Papiermenge nicht eingetragen. Dazu brauchst Du nämlich i.d.R. eine Eintragung als Elektrobetrieb in der Handwerkskammer. Das wirst Du aber nicht bekommen, da Dir die Qualifikation das Papier, also der Meisterbrief, fehlt.

Du bräuchst also noch mehr Zeit und Geld, dass es theoretisch (je nach Region) einfacher ist einen Elektriker zu finden (der macht was man ihm sagt).

Gruß
Tom


   
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(@solarfreund)
Autarkiekönig
Beigetreten: Vor 1 Jahr
Beiträge: 904
 

Du brauchst einen zugelassenen Elektriker der deine Sachen mitmacht. Wenn man bestimmte Gesetze eng auslegt darf man als ungelernter nicht mal eine Glühbirne tauschen. Ich habe hier alles selbst gemacht und über eine Kleinanzeige einen Elektriker gefunden, der sich alles angesehen und dann unterschrieben hat. Das drüber kucken finde ich für mich auch beruhigend.

6,5 kWp aufm Dach, 14 kWh mit Daly BMS 250A im Keller, Victron Multiplus II 5000, 2 x Victron MPPT 250/70, Cerbo GX, EM24
Camper mit 660 Wp und 3,5 kWh, Victron MPPT 100/50, Wechselrichter mit 2000 Watt, Senseo Kaffeemaschine, kein Gas 😀


   
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(@dumpfi)
Vorsichtiger Stromfühler
Beigetreten: Vor 8 Monaten
Beiträge: 47
 

Falls du in Österreich wohnst, wäre es je nach Netzbetreiber für eine Eigeninstallation vermutlich möglich. Hängt aber stark vom Netzbetreiber ab.


   
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(@solarheini)
Vorsichtiger Stromfühler
Beigetreten: Vor 1 Monat
Beiträge: 43
 

Moin,

 

ich habe mich > 45 Jahre in der Elektronik, Mess- und Regeltechnik,
Labor- und Prozessautomation, Anlagenbau usw. herumgetrieben.
Dabei habe ich Unmengen an Papier angehäuft, die mich jeweils
zur Planung, Errichtung, Wartung, Reparatur usw. diverser Anlagen und Gerätschaften verschiedenster Hersteller qualifizierte.

Zu Deinem Thema:
Eigentlich frage ich mich nicht, warum man dieses Zünfteunwesen aufrechterhält.
Die Interessen sind zu offensichtlich.

Gestandene „Innnunger“ schauen oft wie die Schweine in ein Uhrwerk.
Ingenieure haben es immer öfter studiert aber nicht verstanden.

Wann wer qualifiziert ist nicht so einfach …
Wenn der Fachkräftemangel doch ach so groß ist, dann sollte man hier aber einmal nachdenken?

Meine zehn Cent
SolarHeini


   
Leines and solarfreund reacted
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(@travelboy)
Vorsichtiger Stromfühler
Beigetreten: Vor 4 Wochen
Beiträge: 18
 

In Deutschland haben halt die NGO's das Sagen, egal ob BUND, Deutsche Umwelthilfe, Fridays for Future, TÜV, Gasverein oder der VDE,

selbst die Bundesnetzargentur kann keine Gesetze machen - sind alles nur schwammige Regeln von Lobbyisten.

Und hinter diesen Regeln und "Vorschriften" verstecken sich dann die Netzbetreiber.

Genaugenommen endet das Hoheitsrecht der Netzbetreiber an der Zählertafel, in der Hausinstallation kann jeder machen wie er will, in jeden Baumarkt kannst du Elektromaterial kaufen und drauflosbauen bis es Knallt.

Leider hast du aber im Vertrag mit dem Netzbetreiber seine AGB und TAB (Technische Anschlußbedingungen) akzeptiert und genau da liegt der Hase im Pfeffer du mußt tun was im Vertrag steht.

Nun könntest du natürlich die gesammte PV Anlage selbst aufbauen, alles bis zum Zähler installieren und dann von einem freundlichen Elektrobetrieb anmelden lassen, dann kräht da kein Hahn nach.

Die Anmeldung bei der Bundesnetzargentur ist eh nur für die Datenerfassung und keine genehmigende Behörde.

Und wie schwammig diese ganzen Regeln und Vorschriften sind, sehen wir ja aktuell beim zurückrudern des VDE im Bereich der Balkonanlagen.

Erst nur bis 600W  und eine spezielle Steckdose die vom Elektrobetrieb installiert werden muß einschließlich Abnahme und Anmeldungen

Und nun eine freigabe bis 800W an der normalen Schucosteckdose ohne Elektriker ohne Abnahme mit vereinfachter Anmeldung

Könnte alle so einfach sein, würden wir unsere ganzen nationalen "Extarwürste" über Bord werfen und alles nach EU-Recht regeln.

 


   
Leines and solarfreund reacted
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(@solarheini)
Vorsichtiger Stromfühler
Beigetreten: Vor 1 Monat
Beiträge: 43
 

Moin „TravelBoy“.
Die Position des VDE zu dem Balkonzeug kann man auch ganz anders lesen.
Also auch aus der Ecke wo es dann hingeht, wenn es denn wirklich irgendwo hingehen wird.

"..., wurden sogenannte Steckersolargeräte genormt (bisher als Vornorm VDE V 0126-95 veröffentlicht).
Geräte nach dieser Norm sind so erstmalig nicht nur als Einzelkomponente, sondern als Gesamtsystem beschrieben"

- Eine neue Norm, hurra!
Installierte Komponenten sind aus dem Spiel.
Quasi unveräußerlich, da in neuen Anlagen nicht verwendbar.

- Es gibt nur noch Komplettsysteme mit Zertifikat nach neuer Norm.
Deutlich teurer alles aus einer Hand.
Von ganz wenigen angeboten, welcher Hersteller wird denn … für die paar „Krauts“?
Mit Typ, Seriennummern, Kabellängen aller Komponenten gelistet.

"Forderung eines mit der Mini-EEA verbundenen mobilen RCD (PRCD) vor dem Einspeisepunkt zur Herstellung der sicheren elektrischen Trennung der Mini-EEA im Fehlerfall."

- War die lächerliche Wielanddose doch harmlos.
Jetzt hängt ein PRCD in Reihe zum RCD. Verbunden bedeutet sicher :
Bestandteil des Komplett-Sets und mit Plombe gesichert.

Wer partout will kann sich ja um Zertifizierung und Zulassung gebrauchter oder vorhandener Panele und Wechselrichter im Einzelfall kümmern.

Nur ich darf trotzdem die Birne in meiner Küche nicht wechseln.


   
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(@und-mehr)
Autarkiekönig
Beigetreten: Vor 10 Monaten
Beiträge: 518
 

Veröffentlicht von: @paco395

Wäre ich als Mathematiker mit nebenfach Physik, der mittlerweile in der IT ist, sich aber noch ganz gut an die Kirchhoffschen Gesetze erinnert und hobbymäßig auch ein wenig schrauben kann, damit befugt meine eigene PV-Anlage anzuschließen und inbetriebzunehmen?!

Mir ist es egal welche Ausbildung jemand hat, du musst es nur Ordentlich machen, so dass möglichst keiner zu Schaden kommt. Dann habe ich keine Einwände wenn jemand seine Elektrik hinter dem Zähler selbst installiert.

Mach ein Volksbegehren auf und ich unterschreibe es.

Wenn ne Klausel da ist das der Kunde bestimmte Dinge einhalten muss, maximale Schieflast, maximale Einspeiseleistung ist es ok, Das kann ein Zähler alles prüfen. Alle anderen Vorgaben lehne ich ab.

 

Ich will wegen so nem Blödsinn nicht irgendwann zu Reichsbürger werden.

Sollten in diesem Beitrag links zu anderen Webseiten enthalten sein, bitte ich das raumgreifende Design zu entschuldigen. Das war nicht beabsichtigt.


   
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