Benachrichtigungen
Alles löschen

[Oben angepinnt] flexible high-end cheap-tech Nulleinspeisung mit Soyosource und Volkszähler

361 Beiträge
38 Benutzer
26 Reactions
69.4 K Ansichten
E-t0m
(@e-t0m)
Autarkiekönig
Beigetreten: Vor 2 Jahren
Beiträge: 796
Themenstarter  

@fabian_s 

Gestartet ist diese Lösung als minimal-möglichst-billig Konzept, aber high-end was die Funktionalität angeht.

Minimal bedeutet: eSmart3, 1 Soyo, kleiner 48V Akku (bei mir 1,28 kWh!), ca. 1kWp PV.

Das Maximum ist ein 60A eSmart3, je nach Verbrauchsprofil machen dann 2 oder 3 Soyos Sinn. Ein Akku ganz grob zwischen 3 und 8 kWh, aber das kann man nicht so allgemein festlegen.

Ich habe derzeit knapp 3kWp PV in 3 unterschiedlichen Ausrichtungen aus 3 Modulsorten (garnicht optimal), 2x 1200W (Batterie 900W) Soyos (im Winter nur einen davon an!), 12 kWh Akku (viel zu groß!).

Der eSmart3 ist (war) sehr günstig, aber sicher nicht die beste Wahl.

Eine 5 kWp Anlage an 2 eSmart3 würde ich mit 3 (je nach Verbrauchsprofil auch mehr!) Soyos und 12 kWh Akku bauen.

Kommt immer drauf an! Bitte auch dran denken, dass der Soyosource GTI kein Zertifikat für den Betrieb Deutschland hat!

Das schöne an mehreren parallelen Soyos ist die Redundanz, wenn wirklich mal einer ausfällt, dann läuft der Rest einfach weiter.

Das gleiche gilt natürlich auch für 2 eSmart3.

klick: meine flexible high-end cheap-tech Nulleinspeisung


   
AntwortZitat
E-t0m
(@e-t0m)
Autarkiekönig
Beigetreten: Vor 2 Jahren
Beiträge: 796
Themenstarter  

Ich freue mich, über ein wichtiges neues Feature berichten zu können: Die Korrektur der Batteriespannung abhängig von der aktuellen Ent- / Ladung.

Je nach Länge und Querschnitt des Kabels entsteht ein Spannungsverlust: Dadurch ist die Spannung am Laderegler eine andere, als die am BMS.

Beim Laden ist die Spannung am Laderegler höher, beim Entladen am Akku. Je höher der im Kabel fließende Strom ist, desto größer ist dieser Unterschied.

Mein Kabel zwischen Akku und Regler ist derart grenzwertig schlecht, das bis zu 1,5V Unterschied entstehen. (Bei 50V sind das immerhin schon 75W Leitungsverlust, die durch Wärme verloren gehen - aber das nur am Rande.)

 

Warum ist das so wichtig?

Man könnte den echten Spannungswert auch direkt vom BMS auslesen (falls es das kann), da es aber relativ präzise anhand der bekannten Daten zu berechnen ist, wird diese Fehlerquelle durch Funk oder ein weiteres Kabel, bzw. instabile BMS-Software umgangen.

Wenn der Akku langsam leer wird, kommt die Spannung zunehmend in den Bereich, indem man den Akku nicht mehr stark entladen sollte.

Dafür gibt es immer schon die Leistungsanpassung an die Akkuspannung im Script.

An dieser Stelle überschneiden sich nun die Spannungskorrektur und die Leistungsanpassung und ermöglichen es, den Akku schonend, aber trotzdem möglichst effektiv zu nutzen.

Denn die Spannungskorrektur verhindert ein zu frühes ab Regeln bedingt durch die niedrige Spannung bei hoher Last.

 

Je kleiner die PV-Anlage in Relation zum Stromverbrauch ist, oder je schlechter der Ertrag Wetter- oder Jahreszeitbedingt ist, desto öfter läuft die Anlage in diesem "bald leer" Bereich, in dem der Akku vor zu starker Entladung geschützt werden muss.

Je leerer der Akku wird, desto weniger Leistung wird entnommen, bis bei 48V (16s LFP) schließlich nur noch die Leistung der PV direkt "durchgeschleust" wird, ohne den Akku zu belasten.

 

Damit ist die Regelung nun fertig!  Grin

PS:

Man könnte das auch auf dem SOC basierend regeln, aber dieser ist nur ein berechneter Wert, wogegen die Spannung ein Messwert ist.

Wenn ich die Zeit dafür finde, wird die bereits thematisierte vorauseilende Leistungsregelung kommen.

klick: meine flexible high-end cheap-tech Nulleinspeisung


   
AntwortZitat
E-t0m
(@e-t0m)
Autarkiekönig
Beigetreten: Vor 2 Jahren
Beiträge: 796
Themenstarter  

Heute Morgen hätte es fast gereicht. (mit dem Strom vom Freitag!)

Hier sieht man sehr schön wie weich der Verlauf durch Spannungskorrektur und Leistungsanpassung ist.

Uhrzeit, korrigierte Batteriespannung:

7:00, 50,7V

7:23, 50,0V

7:30, 49,5V, kurz vor dem Abregeln

die Bezugsspitzen werden schon nicht mehr bedient

7:42, 49,0V

8:30, 48,5V

8:48, 48,7V

8:53, 49,0V

klick: meine flexible high-end cheap-tech Nulleinspeisung


   
AntwortZitat
(@kthemall)
Vorsichtiger Stromfühler
Beigetreten: Vor 2 Jahren
Beiträge: 25
 

uj ja das sieht sehr gut aus, ich müsste dazu aber meine komplette hardware umbauen, das mach ich vielleicht im winter dann. danke für deine unterstützung. lg


   
AntwortZitat
E-t0m
(@e-t0m)
Autarkiekönig
Beigetreten: Vor 2 Jahren
Beiträge: 796
Themenstarter  

Inzwischen arbeiten drei Soyos parallel und ohne Probleme.

Entgegen meiner Erwartungen, musste ich die Rampen-Zeit auf 6 Zyklen verlängern, damit es exakt läuft.

Ein paar Experimente, die Anzahl der Geräte in eine Berechnung dafür zu packen, schlug bisher leider fehl, immer her mit den Vorschlägen!

klick: meine flexible high-end cheap-tech Nulleinspeisung


   
AntwortZitat
E-t0m
(@e-t0m)
Autarkiekönig
Beigetreten: Vor 2 Jahren
Beiträge: 796
Themenstarter  

Einmal Backofen-Pommes mit 3 Soyos bitte!

Für meine Bedürfnisse reichen die 3 Soyo aus, damit konnte der Bezug von gut 10% auf 5% gesenkt werden.

Nicht zu vergessen, ist natürlich auch die Schonung durch weniger Volllast und die schnellere Rampenzeit.

klick: meine flexible high-end cheap-tech Nulleinspeisung


   
AntwortZitat
E-t0m
(@e-t0m)
Autarkiekönig
Beigetreten: Vor 2 Jahren
Beiträge: 796
Themenstarter  

Es wurde mal nach dem Verhalten des Esmart3 beim voll werden des Akku gefragt. Bitteschön:

Auf dem Bild sieht man, wie der Regler die Spannung der PV-Module (PV U) "hochzieht" und dadurch die Leistung reduziert wird.

Ich habe 57V Ladeschlussspannung eingestellt.

Die Verbrauchsspitze (vermutlich der Kühlschrank) zeigt sehr schön, wie schnell der Regler dann auch wieder die Spannung senkt, wenn mehr Leistung gefordert wird.

Erkennbar ist auch, wie die Überschussregelung die (saldierte Hausverbrauch-) Null-Linie mit steigender Akkuspannung runterzieht.

klick: meine flexible high-end cheap-tech Nulleinspeisung


   
AntwortZitat
E-t0m
(@e-t0m)
Autarkiekönig
Beigetreten: Vor 2 Jahren
Beiträge: 796
Themenstarter  

Man will den Akku nicht zuerst laden!

Hier hätte man bis 9 Uhr schon fast eine halbe Kilowattstunde Einspeisung verschenkt.

Eine Erklärung dazu.

klick: meine flexible high-end cheap-tech Nulleinspeisung


   
AntwortZitat
Carolus
(@carolus)
Famous Member Admin
Beigetreten: Vor 2 Jahren
Beiträge: 6972
 

Veröffentlicht von: @e-t0m

Auf dem Bild sieht man, wie der Regler die Spannung der PV-Module (PV U) "hochzieht" und dadurch die Leistung reduziert wird.

Die Kausalität ist aber genau andersherum.

Der Regler reduziert seine Eingangsleistung, noch genauer den Eingangsstrom, und dadurch steigt die PV  Spannung.

 

Ich bin kein Amateur, aber ich lerne trotzdem noch.
Bürokratie schafft man nicht durch neue Regeln oder Gesetze ab.


   
E-t0m reacted
AntwortZitat
E-t0m
(@e-t0m)
Autarkiekönig
Beigetreten: Vor 2 Jahren
Beiträge: 796
Themenstarter  

Gerade ist mir ein sehr aussagekräftiger Abschnitt im Tagesverlauf aufgefallen:

 

Hier sieht man, wie der Backofen den Akku leer taktet.

folgende Komponenten der Regelung spielen dabei zusammen:

  • Begrenzung des Entladestroms der Batterie, hier 2kW vom Akku + PV-Leistung
  • Rampenmodus, bei großen Sprüngen im Verbrauch
  • Korrektur der Batteriespannung (s.o.)
  • Leistungsanpassung an die Batteriespannung, die Entladekurve von LFP fällt rasant ab

klick: meine flexible high-end cheap-tech Nulleinspeisung


   
AntwortZitat
(@lupenrainer)
Vorsichtiger Stromfühler
Beigetreten: Vor 2 Jahren
Beiträge: 62
 

@e-t0m Ich melde mich nach langer Zeit hier mal wieder und möchte einfach nur sagen dass dein Script super läuft. Bin absolut zufrieden Smile

 

Das einzige was jetzt leider bei mir und bei einem Kollegen passiert ist, ist dass beim eSmart3 die Lüsterklemmen angefangen sind zu schmoren. Haben es zum Glück frühzeitig festgestellt und den eSmart von Vevor per Garantie austauschen lassen.

Hast du schon ähnliches festgestellt? Haben 16mm2 Batteriekabel genommen und in die Lüsterklemme eingeschraubt und hatten wirklich drauf geachtet dass alles gut sitzt und es keine unnötigen Übergangswiderstände gibt. 

 

Wie hast du die Kabel von der Batterie und dem Wechselrichter befestigt? Welchen Querrschnitt hast du genommen?


   
AntwortZitat
(@uwest)
Batterielecker
Beigetreten: Vor 1 Jahr
Beiträge: 167
 

Moin, was für 16 mm2 Kabel?

Hast du Aderendhuelsen verwendet?


   
AntwortZitat
E-t0m
(@e-t0m)
Autarkiekönig
Beigetreten: Vor 2 Jahren
Beiträge: 796
Themenstarter  

@lupenrainer 

Das freut mich sehr, ich hoffe du hast auch die neueste Version mit der Spannungsanpassung, das bringts total 😊 

(muss man mit dem BMS abgleichen!)

Leider habe ich bisher keine Versionierung angelegt: die aktuelle Version ist ab sofort die 1.0

 

Was die Lüsterklemmen im Esmart3 angeht, natürlich muss man passende Aderendhülsen benutzen.

Ich benutze tatsächlich 6mm² PV-Kabel, weil es damals einfach herum lag und leicht ausreichend war.

(mit viel Gewürge konnte ich sogar 2 Kabel in die Klemme rein pfriemeln)

Inzwischen ist es arg grenzwertig, weswegen ich die Akku-Leistung auf 2kW begrenzt habe.

In den wenigen kurzen Phasen wo die PV mehr als 2kW (in den Akku) bringt, ist auch die Spannung etwas höher, geht grade so.

Wahrscheinlich werde ich bald einen 2. Esmart3 (war hier schon mal Thema) anbauen und dafür müssen die Kabel aber definitiv dicker werden.

 

Habt ihr denn auch die nach innen führenden Klemmen nachgezogen? Ich erinnere mich, das mal gemacht zu haben.

Jedenfalls habe ich keine Probleme mit den Klemmen. Bei der Bruthitze derzeit hat der Esmart3 (intern) inzwischen auch mal 52°C erreicht, noch lebt er...

 

Danke für die Rückmeldung!

klick: meine flexible high-end cheap-tech Nulleinspeisung


   
AntwortZitat
(@lupenrainer)
Vorsichtiger Stromfühler
Beigetreten: Vor 2 Jahren
Beiträge: 62
 

Die neueste Version benutze ich leider noch nicht Smile Hatte aktuell leider wenig Zeit um mich der Sache weiterhin intensiver zu widmen. Hatte mir damals auch einen kleinen Spannungsoffset eingebaut und bin damit über das ganze Band recht gut klar gekommen (eher konservativ eingestellt damit höchstens zu viel statt zu wenig Spannung angezeigt wird). Wollte mich aber jetzt wieder intensiver mit dem ganzen beschäftigen und auch schauen was sich so getan hat Smile

 

Das mit den nach innen führenden Klemmen nachziehen ist ein guter Tipp! Hatte einfach drauf vertraut dass die gut angezogen sind. Das werde ich beim neuen eSmart3 direkt machen.

Leider habe ich jetzt das Problem dass sich die Solarmate Software nicht mehr mit dem esmart3 verbinden möchte 🙁 Klappte damals immer problemlos. Jetzt mit zwei verschiedenen Computern ausprobiert und er zeigt leider nichts an. Dass die Verbindung funktioniert sehe ich ja da dran dass der Raspberry mit deinem Script die Spannungswerte etc. anzeigt. 

Problemlösung ist hier schwierig da es kaum Infos dazu im Internet gibt. Ich hoffe ich bekomme es noch irgendwie hin. Seit ein paar Tagen kann ich die Batterie so nur über die Ladegeräte mit Überschuss von der großen PV anlage laden 🙁


   
AntwortZitat
E-t0m
(@e-t0m)
Autarkiekönig
Beigetreten: Vor 2 Jahren
Beiträge: 796
Themenstarter  

@lupenrainer

Die von mir verlinkte Solarmate Software ist eigentlich schon "veraltet", aber es war die einzige die bei mir lief.

Such mal ein wenig, dann findest du auch die neue, vielleicht hilft dir die weiter.

(Hier der Hersteller https://www.solarcontroller-inverter.com/download/9.htm )

Es gibt ja auch noch einen Wifi-Dongle und eine App, aber dazu will ich dir eigentlich nicht raten.

Die harte Tour wäre es natürlich das Protokoll selbst zu nutzen: https://github.com/skagmo/esmart_mppt/files/3401128/esmart3-serial-comm.pdf

klick: meine flexible high-end cheap-tech Nulleinspeisung


   
AntwortZitat
Seite 21 / 25
Teilen: