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Klimagott will nur 15millibar Vakuum ziehen

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HarryHP
(@harryhp)
Batterielecker
Beigetreten: Vor 3 Jahren
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Wenn du ein analoges Vakuumeter hast mit 1000 mbar Skalenbereich, wirst du keine Änderung mehr sehen bzw. du müsstest sehr genau hinschauen. Da gehts ja nur noch um 1/10 mm, wie sich der Zeiger bewegt.

Der Unterdruck, der bei laufender Pumpe angezeigt wird, ist auch wenig aussagekräftig. Das ist wie beim Autoreifen: Den Druck kannst du nur ablesen, wenn du aufhörst zu pumpen. Beim Evakuieren hast du ja 2 Volumenflüsse: Die Pumpe entzieht dem Kreislauf Gas. Und ausgasendes Wasser führt Gas zu. Wenn die Zuführung deutlich langsamer ist, als das, was die Pumpe abzieht, zeigt das Vakuummeter schon sehr niedrige Werte an. Wenn du die Pumpe aber abstellst, hast du in ein paar Minuten durch die langsame Ausgasung wieder höhere Werte.

Wenn der Klimatechniker nicht nur 5min die Pumpe laufen lies, sondern 30 min, wie du schreibst, dann ist doch alles im grünen Bereich und nach 30 min ist es unmöglich, nur bei 15 mbar zu landen. Es sei denn, die Pumpe ist kaputt oder hat nicht die passende Spezifikation.

Angestrebt waren hier mindestens 5 mbar, und es waren dann ca. -75 cmHG, also unter 1 mbar.
Was mich nur im nachhinein gewundert hat (wir waren haupts. an der Heizung zugange, und das Evakuieren lief total nebenher) ist, dass diese 75 cmHG schon in ca. 5 min (hoffe, ich vertue mich da nicht in meiner Erinnerung!!!) erreicht waren, und danach der Zeiger des Manometers für 90-120 min (>30 min Pumpe + >60 min ohne Pumpe) wie angeklebt stehen blieb (o.k. ... für 1/10 mm hatte ich den Tag viell. keinen Kopf).

Ich hätte eigentlich mit einem langsameren Anstieg des Vakuums gerechnet, und nach Abstellen der Pumpe mit einem leichten Einbruch.
Aber ich vermute mit Deinen Infos mal, dass dann
1. sowieso wenig Feuchtigkeit im System war (das IG war ja eh mit N gefüllt, und nur 3 mtr. Leitung), und das Vakuum deshalb so schnell erreicht war?
2. wirklich jede Feuchtigkeit nach den gut 30 min pumpen raus war, und deshalb nach Abstellen der Pumpe das Vakuum auch konstant blieb, weil (Unter-)Druckabfall (neben Undichtigkeiten) eigentlich nur durch Verdampfung hervorgerufen wird?

P.S.: Mea culpa!! 😮 Ich hatte ganz vergessen, dass ich 1-2 Tage vorher ja schon mal spasseshalber mit meiner Bremsenentlüfterpumpe rumgespielt (hatte damit angeblich -73 cmHG = 25 mbar erreicht - glaube aber nicht, dass das Manometer akkurat ist) hatte. Ich vermute, dass die Vakuumpumpe wegen dieser "Vorarbeit" so schnell war?! :crazy:

Greetz Harry


   
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Win
 Win
(@win)
Mitglied Moderator
Beigetreten: Vor 1 Jahr
Beiträge: 5318
 

Ist nicht untypisch, dass eine halbwegs trockene Anlage in 5 Minuten schon nahe am Enddruck ist. Zumindest dann, wenn die Pumpe eine gute Volumenleistung hat. Ein Großteil der Feuchtigkeit ist schnell raus. Dann geht es immer langsamer. Aber 30 min sollten definitiv reichen, wenn es nur um etwas Luftfeuchte geht. Auch waren deine Leitungen ja recht kurz.

Die Relativdruckangaben (negatives Vorzeichen) sind wenig aussagekräftig, kommt dann ja immer auf den aktuellen Luftdruck an. Der kann ja um 100 mbar schwanken und hängt auch von der Höhe ab.

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(@powersupply)
Vorsichtiger Stromfühler
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Wenn du ein analoges Vakuumeter hast mit 1000 mbar Skalenbereich, wirst du keine Änderung mehr sehen bzw. du müsstest sehr genau hinschauen. Da gehts ja nur noch um 1/10 mm, wie sich der Zeiger bewegt.

Genau das ist der Grund weswegen ich nun mein Evakuierungs- und Messgedöns so umbastle, dass ich mein Balzers Druckmessgerät zum Beobachten verwenden kann. Dieses ist zwar unkalibriert, löst aber unter 100mBar mit 0,1mBar auf und ist so deutlich besser ablesbar als ein Zeigerinstrument mit Relativdruckanzeige.

PS

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Win
 Win
(@win)
Mitglied Moderator
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@powersupply: Du könntest grob so kalibrieren: Schlauch evakuieren, wo du absichtlich einen kleinen Tropfen Wasser mit einbringst. Nur kurz evakuieren, Ventil schließen und dann abwarten, bis sich ein Unterdruckgleichgewicht einstellt. Anhand einer Dampfdrucktabelle für Wasser und der Temperatur kannst du herausfinden, welcher Unterdruck auf der Leitung sein muss, also z.B. um 23mbar bei 20 Grad. So hast du ein Kalibrier-Normal.

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