DIY Akku - Aufb. mech. u. elektr. , Inbetriebn., Fehlerbes.- Hinweise - Diskussion

Paul, ich möchte dir, höflich gemeint, aber hart in der Sache, grundsätzlich widersprechen., aus mehreren Gründen, die ich mal anführen möchte. Ich wollte das schon immer mal detailliert schreiben, und das scheint der richtige Zeitpunkt zu sein.

  1. Das Problem ist noch garnicht klar, oder zumindest hoch komplex.

Da gibt es im Akku zwei chemische Verbindungen, die im Lade(Entladezyklus) umgebaut werden zu anderen Verbindungen, die jeweils andere Volumina benötigen.

Die Verbindungen selber liegen als feinkörnige Matrix vor, innerhalb derer die elektrische Verbinung der Partikel (sinnvollerweise) erhalten bleiben muss.

Ob, und wie, und wie oft, und wann man die Masse wieder auf kleiner Volumen zurückdrücken kann/muss, kann man wohl nicht rechnen, sondern nur iterativ bestimmen. Was ja wohl auch gerade gemacht wird. EVE ist da ziemlich vorne dran.

Die Randbedingungen , in der ersten Form zusammengefasst, sagen doppelte Lebensdauer bei 300 kgf, bei 50 % weniger osder 100 % mehr ist es schlechter.

(also ist die Genaugkeit der Kraft wurscht. Und wann am besten (oder immer?) unbekannt. Das hat sich später auf "bei den ersten Zyklen" verändert)

Seit EVE als erste im Datenblatt über verpressen gesprochen hat, hat es in Abständen mehrere Updates dieser Angaben gegeben.

  1. Die Feststellung, was genau wie wirkt, ist ziemlich schwierig, und geht eigentlich nr über extrapolation von abgekürzten dauerversuchen. Logischerweise wird man einen Versuch mit echten Zyklen kaum machen können.

  2. Es gibt eine grosse Zahl möglicher Lösungen. Da gibt es nicht grundsätzlich nur einen, oder einen richtigen, Weg.

Und da kommt dann die Zahl der Experimetierer, der anders Macher. Der YTber.

Es ist ja kein Problem, Dinge anders gemacht zu haben, es fehlt aber der Nachweis, ob das ganze auch funktioniert. Das ist, nach 2) idR garnicht der Fall. Schon alleine deswegen, weil es extrem schwierig ist, aber auch, weil man es erst garnicht versucht hat.

Und "Ich hab das so gemacht" ist nett. (aber nett ist die Schwester von.... [sucht euch was aus])

Aber wie kommt man zu einer (der möglichen) "richtigen" Lösung ?

Da zu muss man einfach erkennen, dass das Proplem nicht nur innerhalb der Chemie komplex ist, sondern auch in der Mechanik. Vielleicht nicht grundsätzlich, aber doch so, dass man sich im Maschinenbau - in den theoretischen Grundlagen - wirklich auskennen muss, wenn man nicht in bekannte Fallen mechanischer Konstruktion verirren will.

Was ich sagen will (und es ist mir bewusst, dass ich mir damit keine Freunde mache) ist, dass jemand ohne umfassende theoretische Grundlagen der Mechanik, des Maschinenbaus, nicht in der Lage ist, den mechanischen teils des Problems zu verstehen und angemessene Lösungen zu erarbeiten. Und diese Kenntnisse haben (vielmals sorry) nichtmal geschätzte 10% derjenigen, die sich in vollmundiger Selbstsicherheit zur richtigen Lösung äussern.

(Ich erwähne, wie üblich in solchen Fällen, dass ich Nicht-Wissen nicht für einen persönlichen Mangel halte. Niemand kann alles wissen. Aber man sollte sich dessen bewusst sein, ob man jeweils wirklich "fachkundig" ist)

Und um das mal in (einige) Begriffe zu fassen:

E-Modul

Federsteifigkeit

Dehngrenze

Elastizität

Statische Unbestimmtheit

Zugfestigkeit

Bruchfestigkeit

(Druckfestigkeit)

Reibwert

Biegesteifigkeit

Wer ALLE diese Begriffe detailliert kennt, verstanden hat, und in den jeweiligen Bedeutungs-Anteilen für eine Lösung für jedes Bauteil eurer Gehäuse berücksichtigen kann, KÖNNTE in dem genannten Umfang fachkundig sein. Das ist, mit allem Respekt, der KFZ-Mechaniker mit 40 jahren Erfahrung in der motorevision von F1 Motoren immer noch nicht. Der ausgebildete Konstrukteur mit Grundlagen und Erfahrung schon.

Mir ist klar, dass auch dieser Beitrag nichts am Gesamtproblem ändert: Viel zuviele Leute ohne Gesamtüberblick geben viele zu selbstsichere Aussagen über die einzig genau, richtige, oder angemessene Art, oder korrekten Funktion einer bestimmten Ausführung, ab. Und bei einem grossen Teil der Äusserungen genügen leider maximal drei Sätze, um sich diesbezüglich erkennbar zu zeigen.

Zusammenfassung:

Es gibt zu diesem Problem wirklich genügend funtionierende Lösungen. Und zehnmal mehr sind aus irgendeinem Grunde suboptimal. Oder schlimmeres.

Nur die Einigkeit der.... "Fachwelt" darüber ist nicht deckungsgleich.

3 „Gefällt mir“