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PV auf Garage + Wintergarten im Selbstbau

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(@schwedenrabe)
Vorsichtiger Stromfühler
Beigetreten: Vor 4 Wochen
Beiträge: 3
Themenstarter  

Moin zusammen,

ich bemühe mich gerade um den Aufbau/Ausbau unsere PV Situation. Es fällt mir schwer zu entscheiden/verstehen, welche Wechselrichter zu welchem Speicher passen. Die Hersteller sind da nicht super transparent oder es fällt mir einfach schwer, die Zusammenhänge zu verstehen. Die Ergebnisse hierzu scheinen mir immer sehr vielseitig und herstellerabhängig. Nachdem ich auf Reddit an dieses Forum hier verwiesen wurde, probiere ich mein Glück und hoffe mich aufschlauen zu können. 🙂 Folgenden Plan habe ich:

  • ~12x 440Wp Module

  • 1x Wechselrichter (bspw. Growatt MOD 5000)

  • 1x 5kWh Speicher (bspw. Growatt APX 5.0P-B1 Hochvolt 5kWh Batterie mit GROWATT APX 98034-P2 BMS)

  • 1x Smart Meter (bspw. TPM-E SDM630-Modbus v3)

Eine weitere kleine Herausforderung ist, dass ich gerne 8 Module (Direkte Südausrichtung 0° mit Neigungswinkel 15°) auf die Garage und 4 Module (2x 90° West mit Neigungswinkel 35° und 2x -90° Ost mit Neigungswinkel 35°) auf dem anliegenden Wintergarten montieren möchte. Kabelstrecke zum Wechselrichter schätze ich auf ca. 8-9m. Aus dem Bauch würde ich denken, dass das unproblematisch sein sollte, bei entsprechender fachgerechter Verlegung. 

Im besten Fall bekomme ich noch einen Transferschalter für den Inselbetrieb dazwischen (bswp. 1x Growatt ATS-S). In meinem Kopf und auf dem Papier scheint das erstmal gut zu funktionieren. Allerdings machen mich die zig Abkürzungen MIN, MOD, SPH, APX, ARK etc. völlig fertig. Da durchzublicken ist irgendwie gar nicht so leicht. Wie macht ihr das? Natürlich könnte man sich das planen lassen und das abgeben, aber ich will mich gerne für das Thema interessieren, es verstehen und irgendwie selbst anpacken. Vielen Dank für Rat und Antwort!

 


   
Zitat
(@mobilsolar)
Batterielecker
Beigetreten: Vor 2 Jahren
Beiträge: 255
 

Du könntest dich an fertigen Paketen großer Anbieter orientieren, diese Kombinationen arbeiten gut miteinander.

Wenn du dich entscheidest, empfehle ich dir alle aktiven Komponenten derselben Farbe zu kaufen, zB blau, oder grau orange. Bei bunten Kombinationen wird es herausfordernder.

Optimale Ergebnisse bekommst du, wenn jedes Modul einen Mikrowechselrichter hat, die schlechtesten, wenn alle Module an einem String hängen. Dein persönliches Optimum kannst du nur vor Ort bestimmen. Dh. Anzahl der Strings und Anzahl der MPPT Eingänge.

Dimensionierung ist auch ein Thema, 5kWh Speicher bei 6kWp Modulleistung passt nicht, ausser du hast sehr große Verbraucher in Betrieb, wenn PV Leistung da ist zB EV Laden.

Auch stellt sich die Frage, was du mit dem Strom machen willst und wie du die Anmeldung erreichen willst, um in die Realisierung gehen zu können. 

viel Erfolg 

mobilsolar

Seit Dezember 2007 mit 3,2 kWp mittlerweile über 43 Megawattstunden erzeugt und verkauft.


   
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(@vavuum)
Vorsichtiger Stromfühler
Beigetreten: Vor 5 Monaten
Beiträge: 144
 

Es sind halt viele Fragen, die kaum in einem Atemzug beantwortet werden können.

Allein die Frage zum ATS ist seitenfüllend wobei es da bessere Lösungen gibt.

Die Wurst nicht von beiden Seiten und zusätzlich aus der Mitte verspeisen.

Zuerst die Modulfelder und da die sich stark unterscheiden einzelnd betrachten, dann zusammen.

Das wäre damit dann "geklärt" - als nächstes dann.....

Der Versuch immer das Gesamte in einem Atemzug - verwirrt nur und blockiert.

Roter Faden, Meilensteine, Schnittstellen usw.

 

Module - PV

Heute würde ich insofern möglich, die Ausrichtung der Module für Winter/Herbst optimiert aufstellen. Es gilt eher nicht maximalen Ertrag im Sommer, sondern bei schlechtem Wetter zu erhaschen, da die Energie selbst verbraucht und nicht bezahlt wird. Der Nutzen ist, möglichst effektiv oder lange den Strombezug zu reduzieren.

 

Unter diesem Aspekt würde ich anfangen.

 

 

 

 

Diese r Beitrag wurde geändert Vor 4 Wochen von Vavuum

   
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(@tageloehner)
Batterielecker
Beigetreten: Vor 3 Monaten
Beiträge: 377
 

Das passt nicht. ost + west kannst auf einen MPPT stecken, aber der erreicht die Startspannung nie.


   
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(@schwedenrabe)
Vorsichtiger Stromfühler
Beigetreten: Vor 4 Wochen
Beiträge: 3
Themenstarter  

Danke für vielseitigen und -zähligen Antworten.

Zu den Verbrauchern @mobilsolar: Ich habe ein E-KfZ mit 75kWh Kapazität, das ebenso geladen werden soll. Wie meinst du es mit der Anmeldung? Wegen des Gesamtleistungsvolumens? 

Zum ATS @Vavuum: Welche bessere Lösung gäbe es denn?

@tageloehner Die Belegung der MPPT ist logisch und nachvollziehbar. Mein Gedanke wäre ein Wechselrichter mit zwei MPPT für die Garage, also 2 Modulgruppen à vier Module und ein Wechselrichter mit zwei MPPT für die Ost-/West-Ausrichtung des Wintergartens, so dass ich Ost und West jeweils auf einen eigenen MPPT stecken kann. Unsinn?

 

 


   
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(@tageloehner)
Batterielecker
Beigetreten: Vor 3 Monaten
Beiträge: 377
 

Mit den 12 Modulen in den Ausrichtungen kriegst über den Tag gut verteilt bis zu 5kW. Es gibt 3 Ausrichtungen. Ost und West mit gleicher Modulzahl reicht ein MPPT, den kleinen Einbruch gegenüber maximal möglicher Leistung wirst kaum merken. Für die Panels reicht also ein WR mit 2 MPPT und 5kW. 1 WR mit 1 Zähler koppeln ist einfach, gleich wie 1 Speicher mit 1 WR koppeln.

Wenn aber Auto laden mit 11kW zukommt plus Verbrauch im Haus, bist bei 12kW aus der Batterie ins Netz. Dafür sind WR und Batterie viel zu klein. Und nach 1h laden (mit 5kW) ist die batterie leer, bei Sonne nach 2-4h.

Strings mit 2 Modulen erreichen ca. 50-70V MPP und vielleicht 70-100V Leerlauf je nach temperatur, damit muss der WR zurechtkommen.


   
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(@schwedenrabe)
Vorsichtiger Stromfühler
Beigetreten: Vor 4 Wochen
Beiträge: 3
Themenstarter  

@tageloehner Danke für die Aufklärung, erscheint jetzt ebenso logisch. Langsam aktivieren sich die alten Elektrotechnik Stunden aus der Berufsschule wieder ;). Ich bin jetzt noch am grübeln, wie es mit dem Verhältnis Anlagenleistung zu Speicherkapazität ist. Mein Gedanke wäre, dass ich eben auch an schlechten Tagen einen halbwegs brauchbaren Ertrag einfahren möchte und daher bspw. die Anlage eher etwas größer wähle, bspw. 6,2kWp und einen Speicher mit 7,6kWh, so dass ich etwaige Überschüsse auch gut wegbekomme. Bzgl des Ladens des KfZ: Ich tendiere zu einer WB welche intelligent entscheiden kann, aus welcher Quelle (und mit wie viel Phasen) und ob das Auto überhaupt geladen werden soll. OpenWB ist ein m.E.n. sehr gutes Beispiel hierfür, wobei der Growatt THOR das auch zu können scheint. So würde ich vermeiden wollen, dass das KfZ den Speicher abends direkt leersaugt.

Diese r Beitrag wurde geändert Vor 3 Wochen 2 mal von schwedenrabe

   
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(@tageloehner)
Batterielecker
Beigetreten: Vor 3 Monaten
Beiträge: 377
 

Als groben Anhaltspunkt: Wenn der Speicher den durchschnittlichen Verbrauch von 2 Tagen fasst und an einem mittelguten Tag wieder voll ist zzgl. Verbrauch tagsüber, ist das ein brauchbares System. Wie weit man da drankommt (oder drüber hinaus zum Strom verkaufen) entscheidet das Sparschwein. Steuerbares laden hilft viel, muss man dann zur PV dazurechnen aber nicht zur Batterie.


   
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