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Heartbeat von 1komma5° - gute Idee oder viel zu teuer?

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(@jimmy_pulp)
Vorsichtiger Stromfühler
Beigetreten: Vor 5 Monaten
Beiträge: 3
Themenstarter  

Hallo,

für die Sanierung unseres EFH schwebt uns vor, die Gasheizung gegen WP+BWP zu ersetzen und mit PV und Speicher zu arbeiten.

Da ich das Konzept von 1komma5° und vor allem den Heartbeat und den dynamischen Stromtarif spannend finde, habe ich mir von denen ein Angebot machen lassen:

  • 10kwp PV-Anlage 23 Module mit je 425 Watt. Eigenproduktion in Deutschland, full black monokristallin
  • 23 Microwechselrichter Enphase IQ8AC
  • Enphase Encharge 10T + 3T Speicher, also insgesamt ca. 14kWh
  • Dazu den "Heartbeat" und einen Smart Meter.

Mit Montage, Garantie, Anmeldung und allem weitern ist der Angebotspreis ca. 30.000€.

 

Zum Vergleich dieses Angebot: https://www.heima24.de/photovoltaik/pv-komplettanlage-10-kwp-mit-enphase-mikrowechselrichtern-stromspeicher-105-kwh-24-solarmodulen-black-frame-montagesystem-aufdach.html?var=PVKPAD24WEN1010&pid=12432

Hier fehlt noch ein Speicher 3T, den es ab etwa 2200€ gibt, also liegt man da bei ca. 16.000€ Materialpreis.
Heartbeat und smart Meter sind auch nicht dabei, aber laut Homepage von 1,5° sind die für Neukunden eigentlich sowieso kostenlos.
 
Auch wenn ich so rechne
PV Modul 300€ pro Stück (grob angenommen), Enphase Wechselrichter 130€ pro Stück mal 24 = 3420€ (Preis von idealo.de)
Speicher 10t+3t 6000€+2200€ = 8200€ (Preise von idealo.de)
Montagematerial 4000€ 
komme ich auf einen Materialpreis von ca. 16.000€

Das Heartbeat-Konzept finde ich wirklich interessant und das Gerät macht ja im Grunde das, was der Akkudoktor in seinem Video selbst gebaut hat.

Ich habe zwei Fragen:

1) ist der Preisunterschied Material 16.000€ und Angebot 30.000€ (also 14.000€ für Montage etc.) normal?

2) was haltet ihr vom Heartbeat-Konzept?

Vielen Dank und viele Grüße

Jimmy

 

 

 

 

 


   
Zitat
NCO
 NCO
(@nco)
Vorsichtiger Stromfühler
Beigetreten: Vor 7 Monaten
Beiträge: 4
 

Moin Jimmy,

ich stehe vor der gleichen Entscheidung.
Zu einen ist das Konzept super, da 1Komma5Grad auch eine Preisgarantie für die ersten 2 Jahre von maximal 15 cent / kWh gibt.
Mit dem heartbeat kannst du dann auch schön in der Nacht im Winter den Akku voll laden und am Tag zum Nachtpreis nutzen.
Das müsste man in der Rechnung berücksichtigen, denn "normale" PV Anlagen bringen um Winter recht wenig - was hier anders ist.

Aber du hast Recht, dass die Initial Investition erstmal höher ist.

Hast du dich schon man damit befasst, ob ein einzelner Hybrid-Wechselrichter sinnvoller ist als ein Microwechselrichter pro Modul?
irgendjemand sonst hier, der dazu was sagen kann?

Übrigens: Greenakku.de bietet mittlerweile auch ziemlich günstig eine Komplettlösung an.

Bei mir ca. 5,2 kWp (12 * 430W) + 5 kWh Speicher mit allem drum und dran ca. 11k€

Viele Grüße,
NCO


   
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(@uschi)
Autarkiekönig
Beigetreten: Vor 3 Jahren
Beiträge: 883
 

Veröffentlicht von: @jimmy_pulp

 
Auch wenn ich so rechne
PV Modul 300€ pro Stück (grob angenommen),

Nur am Rande:

 

Ein top Modul (Tier 1) kosten "grob angenommen" 100€ und oft schon weniger.

Ob die chinesischen Bestandteile in DE oder in China zusammengelötet werden ist auch bedeutungslos.

 

Modulwechselrichter machen auch nur in seltenen, ganz speziellen Fällen, Sinn. Bei grob 99% der Anlagen ist das nur Geldverbrennung. 

Wie NCO schon andeutet , nimmt die Zahl der ordentlichen Hybridwechselrichter ständig zu und deren Preise werden durch Deye kräftig unter Druck gesetzt.

 


   
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NCO
 NCO
(@nco)
Vorsichtiger Stromfühler
Beigetreten: Vor 7 Monaten
Beiträge: 4
 

Veröffentlicht von: @uschi

Modulwechselrichter machen auch nur in seltenen, ganz speziellen Fällen, Sinn.

Welche wären das?

Ich hatte das Thema erwähnt, da das Modell von 1Komma5Grad nämlich Micro-WR pro Modul einsetzt.
Das soll die folgenden Vorteile haben:
1. Keine Hochvolt Leitungen vom Dach in den Keller
2. Besser bei Teilverschattung, weil die Module einzeln Strom liefern.
3. Längere Haltbarkeit der Micro-WR (weniger komplex und keine Lüfter, die schnell mal ausfallen (hier: 25 Jahre Ganrantie)
4. Diese WR sollen mittlerweile auch günstiger sein, da sie in deutlich größeren Stückzahlen gefertigt werden.

Wie seht ihr das? Was wären die Nachteile?


   
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Win
 Win
(@win)
Mitglied Moderator
Beigetreten: Vor 2 Jahren
Beiträge: 5788
 

Veröffentlicht von: @nco

1. Keine Hochvolt Leitungen vom Dach in den Keller

Wo siehst du da ein Problem?

Veröffentlicht von: @nco

2. Besser bei Teilverschattung, weil die Module einzeln Strom liefern.

Hast du überhaupt eine Teilverschattung? Wenn man das nicht hat, hat man davon nichts.

 

Veröffentlicht von: @nco

3. Längere Haltbarkeit der Micro-WR (weniger komplex und keine Lüfter, die schnell mal ausfallen (hier: 25 Jahre Ganrantie)

Ist zweifelhaft. Richtig dimensioniert und entwickelt, kann beides genauso lange halten. Micro-WR, die draußen angebracht sind, sind der Witterung ausgesetzt, was auch nicht selten mal zu Ausfällen sorgt. Und dann ein großes Problem: Geht ein Mikrowechselrichter kaputt, brauche ich einen Fachmann, der aufs Dach steigt. Einen WR im Keller kann auch ein Laie tauschen. 25 Jahre Garantie nützen dir auch nichts, wenn du die 150 Euro für den WR nicht bezahlen musst, dafür aber die 500 Euro für den Fachmann, der aufs Dach muss und der vielleicht erst in 12 Wochen mal Zeit hat. Hat alles seine Vor- und Nachteile, man darf nicht nur einseitig den Argumenten eines Anbieters vertrauen.

Ein Vorteil gibt es: Bei 30 kleinen WR geht vielleicht mal einer kaputt, der dann vielleicht 100 - 150 Euro kostet. Geht ein zentraler WR kaputt, können schnell mal einige tausend Euro fällig werden. Andersherum kann es wieder ganz doof kommen, wie ich schon bei LED-Leuchtmitteln hatte: Alle paar Wochen geht wieder irgendwo eine kaputt, obwohl die doch eigentlich auch 10 Jahre halten sollten und erst 3 Jahre alt sind. Dann holst du in 2 Jahren 10 mal einen Fachmann, der aufs Dach steigt, um den nächsten kaputten WR zu wechseln. Das wird dann auch richtig teuer.

 

Veröffentlicht von: @nco

4. Diese WR sollen mittlerweile auch günstiger sein, da sie in deutlich größeren Stückzahlen gefertigt werden.

Günstiger als was? Als ein zentraler WR? Glaub nicht, dass man da schon angekommen ist.

 

Diese r Beitrag wurde geändert Vor 5 Monaten von Win

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Mitsubishi Heavy SRC/SRK20-ZS-W (SCOP 4,6)
Mitsubishi Heavy SRC/SRK25-ZS-W (SCOP 4,7)
Daikin ATXF25E (SCOP 4,1)
Split-Klima Zentrale Seiten


   
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NCO
 NCO
(@nco)
Vorsichtiger Stromfühler
Beigetreten: Vor 7 Monaten
Beiträge: 4
 

Hi @win,
danke für deine Einschätzungen. Genau deswegen bin ich hier die Angaben des Herstellers zu hinterfragen.
Bei mir sind die Verschattungen begrenzt, ich wollte jedoch alle (angeblichen) Vorteile auflisten, die mir gegenüber erwähnt wurden.

Das mit dem Tausch auf dem Dach ist natürlich ein Argument.

Und was die Hochvolt-Leitungen anbelangt, geht es da wohl um Sicherheit, auch wenn wohl niemand auf die Idee kommt daran rumzubasteln.
Zumindest nicht mit meinem (nicht vorhandenen) Elektriker-Knowhow. 😉

Bei mir wären 15 Module geplant, was bei 110€ M-WR 1650 bedeutet.
Ein Hybrid-WR kostet nach fixen Googlen ca. 1500-2000€ - Preislich also vergleichbar - je nach Modulzahl...

Bleibt für mich noch die Frage, ob es Vor-oder Nachteile in Bezug auf die Speicherung hat.
Ist da niedrig-Spannung oder höhere Spannung besser?

Bezüglich Micro-WR vs. Hybrid-WR Haltbarkeit frage ich mich dann aber doch, warum auf M-WR i.d.R. eine deutlich längere Garantie gegeben wird (hier 25 Jahre) als bei H-WR (i.d.R. 10 Jahre)

Diese r Beitrag wurde geändert Vor 5 Monaten von NCO

   
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(@jimmy_pulp)
Vorsichtiger Stromfühler
Beigetreten: Vor 5 Monaten
Beiträge: 3
Themenstarter  

Danke für die Diskussion.

Habe zum Vergleich diese Rechnung gesehen: 10 kWp Vissmann PV Module, 5 kW Speicher von Huawai LUNA 2000, Huawai Wechselrichter SUN2000, SmartMeter. Alles in allem 17.000€. 

Der Speicher ist natürlich 9 kW kleiner, aber diese Rechnung sind 13.000€ weniger. Selbst wenn man 9 kW zurechnet ist das noch deutlich günstiger. So viel kann ich mit Börsenstrom gar nicht sparen, bis sich das ausgleicht.

Das Microwechselrichter bei (relativ viel) Verschattung sinnvoller sind, hat ein anderer Elektriker bestätigt. Die entwickeln gerade eine eigene Lösung, Börsenstrom zu nutzen. Der macht mir jetzt ein Angebot.

Ein anderer Elektriker meinte, es sei noch gar nicht zulässig, seine Speicher mit Netzstrom zu laden? Bzw. das müsste gesondert vom Netzbetreiber genehmigt werden, was die aber selten machen würden?

 

 

 


   
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solarfreund
(@solarfreund)
Heroischer Stromgenerator
Beigetreten: Vor 3 Jahren
Beiträge: 1510
 

Veröffentlicht von: @jimmy_pulp

Ein anderer Elektriker meinte, es sei noch gar nicht zulässig, seine Speicher mit Netzstrom zu laden? Bzw. das müsste gesondert vom Netzbetreiber genehmigt werden, was die aber selten machen würden?

So weit ich weiß stimmt es, dass man nicht die Batterie aus dem Netz laden darf wenn man EEG gefördert wird. Das liegt daran, dass es Leute gibt die höhere Einspeisevergütungen bekommen als der Strombezug kostet. Diese können durch Laden/Entladen Geld verdienen.

Das stimmt bei aktuellen Tarifen und neuen Anlagen nicht mehr. Das Laden der Batterie wenn der Strom billig ist entlastet die Netze und ist gut für uns alle. Ich rate daher zum zivilen Ungehorsam.

Das der Netzbetreiber das erlauben darf bezweifle ich. Der verdient schließlich über die Netzentgelte an deinem Stromverbrauch. Und wenn du die Batterie nutzt hast du 10-20% Mehrverbrauch. Also verdient er mehr.

 

Diese r Beitrag wurde geändert Vor 5 Monaten von solarfreund

6,5 kWp aufm Dach, 14 kWh mit Daly BMS 250A im Keller, Victron Multiplus II 5000, 2 x Victron MPPT 250/70, Cerbo GX, EM24
Camper mit 660 Wp und 3,5 kWh, Victron MPPT 100/50, Wechselrichter mit 2000 Watt, Senseo Kaffeemaschine, kein Gas 😀


   
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 PNT
(@pnt)
Batterielecker
Beigetreten: Vor 5 Monaten
Beiträge: 260
 

@jimmy_pulp unter den aktuellen Marktbedingungen ist das einfach sehr sehr teuer IMHO.
Natuerlich kann man nicht immer einfach InetPreise zusammen rechnen - aber dennoch 30k?

Mein Rat waere ein anderes Angebot zu suchen.

Ich persoenlich halte auch nicht viel von Mikrowechselrichtern bei groesseren Anlagen.
u.a. zu viel Technik auf/am Dach usw.

Gruss,
PNT


   
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(@jimmy_pulp)
Vorsichtiger Stromfühler
Beigetreten: Vor 5 Monaten
Beiträge: 3
Themenstarter  

Ich habe jetzt ein alternatives Angebot einer lokalen E-Firma:

25 x LONGI HI-MO 5m
Der Rest alles Huawai
SUN 2000-10 KTL-M1
Smart Power Sensor DTSU666-H
25x Smart PV Optimierer (statt Microwechselrichter)
2x LUNA 5KW-EO inkl BMS
1x LUNA 5KW-CI Leistungsmodul
Montage, Inbetriebnahme und Anmeldung
Für insgesamt 18.500€
 
Ist natürlich alles China (das urprüngliche Angebote ist alles made in EU), aber der Preisunterschied ist natürlich gewaltig...

   
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(@wollew)
Newbie
Beigetreten: Vor 2 Monaten
Beiträge: 3
 

@solarfreund Das ist gelinde gesagt quatsch! Jeder Speicher zieht sich an den schlechtesten Wintertagen eigenständig Strom aus dem Netz, damit er nicht tiefen-entlädt! Wenn also das laden von Speichern aus dem Netz verboten wäre, müssten die meisten ziemlich "zeitnah" ihre Akkus tauschen. Wer hat schon bei 3.000KWh Jahresverbrauch 20KWp auf dem Dach, damit in seinem 10KW Speicher auch an den kurzen Wintertagen genug Strom von der PV-Anlage fliesst, um Tiefen-Entladung zu vermeiden... Wink Noch ein Wort zu den "alten" Einspeise-Anlagen: diese waren nie mit Speicher ausgestattet und lassen sich auch nicht mit Speicher nachrüsten, so lange die noch gefördert werden. Es ist also gar nicht möglich, den "billig" gebunkerten Strom für hohe Einspeise-Vergütung wieder einzuspeisen! 

Wenn man die nach Ablauf der 20 Jahre Förderung auf Eigenversorger-Anlage (inkl.Akku) umrüsten möchte, braucht es ausser dem Akku mal mindestens auch einen neuen Hybrid-Wechselrichter oder eine "Enphase- Anlage", deren Akkus über eigene "Wechselrichter" verfügen. Diese können den von der ehemaligen Volleinjspeiseanlage gelieferten "Wechselstrom" wieder für die Speicherung in Gleichstrom umwandeln!

 

Diese r Beitrag wurde geändert Vor 2 Monaten von WolleW

   
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(@leverkusen3)
Heroischer Stromgenerator
Beigetreten: Vor 2 Jahren
Beiträge: 928
 

@wollew 

Hallo Wolle

Wenn dein Speicher das von dir beschriebene Verhalten hat, dann stimmt damit etwas nicht.

Mein Speicher wird vom WR bis zum dynamischen Entladeschluss entladen. Den Wert ermittelt die Funktion „battery life“ in meinem VenusOS. 

Aus dem Netz ist mein Speicher vom WR noch nie geladen worden.

mit freundlichen Grüßen

Thomas


   
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(@wollew)
Newbie
Beigetreten: Vor 2 Monaten
Beiträge: 3
 

@leverkusen3 An den Speichern stimmt alles! Wenn über eine gewisse Zeit einfach zu wenig Strom auf dem Dach produziert wird (ausgehend vom Verhältnis: Generatorflache (KWp) auf dem Dach / tägchlicher Stromverbrauch / Speichergrösse) ist es in vielen Fällen so, das im November / Dezember / Januar auch mal mehrere Tage nur so wenig Strom auf dem Dach produziert wird, das die Produktion teilweise nicht mal ausreicht, um den bei Tageslicht benötigten Strom abzudecken. Somit kann es bei solchen Anlagen vorkommen, das über mehrere Tage kein Strom in den Speicher fliesst. Bevor er sich dann aber tiefen-entlädt, zieht der Speicher dann Strom aus dem Netz! Mann kann sicherlich die Prio ändern, in dem als 1. immer der Speicher geladen werden soll, und erst danach der Momentum-Verbrauch des Hauses. Wäre aber eigentlich sinnfrei, da das Ergebnis unterm Strich das gleiche wäre! Die Gesamtsumme des extern gezogenen Strom würde sich ja nicht ändern. 😉

Diese r Beitrag wurde geändert Vor 2 Monaten von WolleW

   
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(@wollew)
Newbie
Beigetreten: Vor 2 Monaten
Beiträge: 3
 

Hier zu diesem Thema noch eine Antwort der Grünen Abgeordneten Lisa Badum aus April 2023: "Das Laden eines Batteriespeichers mit Netzstrom ist nicht verboten. Bei drohender Tiefentladung wird der Batteriespeicher auch aus dem Netz wieder auf den Minimalwert gebracht."


   
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(@ttaurus)
Vorsichtiger Stromfühler
Beigetreten: Vor 2 Jahren
Beiträge: 48
 

Um nochmal auf die Nachteile der Micro-WR sprechen zu kommen:

Jede Steckverbindung auf dem Dach ist eine zusätzliche Fehlerquelle.  Wasser findet immer einen Weg!
Und zu dem Argument der Hochvoltleitung im Haus, da finde ich persönlich Wechseltrom auf dem Dach deutlich unangenehmer. Von Blitzeinschlag erst gar nicht zu sprechen.

Was hier aber noch gar nicht angesprochen wurde ist die deutlich schlechtere Batterieladeeffizienz.
Denn hier wird zuerst Wechselstrom erzeugt und dann wieder gleichgerichtet um die Batterie zu laden. Dieser verlustreiche Umwandlungsschritt wird bei einem Hybridwechselrichter umgangen.

Generell finde ich auch das Konzept von 1komma5 sehr merkwürdig bis unseriös. (Auch das Angebot mit 30k€ entbehrt jeder Verhältnismäßigkeit, bestimmt wollen die dann noch eine Vorauszahlung..)

Strom aus dem Netz zu speichern ist eine reine Softwarefrage. Wenn man sich einen Anbieter mit dynamischem Tarif sucht (tibber, awattar, etc.) braucht es nur noch etwas Steuerungslogik und da ist dann auch besser man hat diese selbst in der Hand. Dann kann man flexibel auf sich verändernde Bedingungen, in 20 Jahren, reagieren.

Zur Umsetzung braucht es dann nur ein Batterieladegerät bzw. Hybrid-Wechselrichter mit einer offengelegten Schnittstelle und die Steuerung, die sich z.B. auf einem Raspi mit NodeRED auf einer grafischen Benutzeroberfläche konfigurieren lässt. Im Prinzip würde auch eine Heim Automatisierungs Software z.b. fhem oder HomeAssistant ausreichen.

Dann könnte man eine Regel erstellen, die abhängig von der Solarertragsprognose des nächsten Tages und dem Akku-SOC dann lädt wenn z.b. der Strompreis unter den Durchschnitt der letzen 14 Tage fällt.

 

 


   
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