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PV freundliche Alternative für Durchlauferhitzer, Flamco Flextherm Eco, was haltet ihr davon?

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(@ecamoteur)
Vorsichtiger Stromfühler
Beigetreten: Vor 2 Jahren
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Hi,

seit ich unseren 14khW Speicher mit MP2 in Betrieb genommen habe, ist unser Netzbezug massiv zurückgegangen, an sonnigen Tagen nur noch 17% und das in Februar.

Was leider jedesmal reinhaut, ist wenn einer von uns Duscht oder sonst wie Warmwasser benötigt, da unser Altbau keine Rohre für Warmwasser zum Keller hat haben wir in jedem Geschoss einen Durchlauferhitzer, der bis zu 20kW ziehen kann. Da ich nur auf einer Phase mit maximal 4,6kW vom Akku Leistung beziehen kann, wird der Rest natürlich aus dem Netz bezogen. Platz für einen normalen Boiler haben wir auch nicht wiklich, ließe sich nur über der Badewanne anbringen.

Ein Freund hat mich nun auf diese thermische Batterie aufmerksam gemacht https://flamcogroup.com/de/catalog/pufferspeicher-und-warmwasserbereitung/thermische-batterien/flextherm-eco/flextherm-eco/groups/g+c+p+a+view

Sie speichert über einen längeren Zeitraum Wärme mit maximal 3kW in einem speziellen Wärmespeicher und gibt diese dann wie ein Durchlauferhitzer an Brauchwasser ab.
Die Abmessungen sind dabei so, dass sie problemlos in einenm Unterschrank untergebracht werden kann.

Hört sich erst mal genau nach dem an, was mein Problem lösen könnte. Einzig der Preis (was man online findet) liegt bei 3.500€ für den ganz kleinen und 4.600€ für den mittleren.

Was meint ihr, macht diese Lösung Sinn, wirtschaltlich, umwelttechnisch?

Gäbe es eventuell noch mehr unter euch, die das gleiche Problem haben, so dass man vielleicht eine Sammelbestellung probieren könnte?

Gruß

Thomas


   
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(@oliverso)
Heroischer Stromgenerator
Beigetreten: Vor 1 Jahr
Beiträge: 1151
 

Solche Phasenwechselsysteme gibt es schon lange, haben sich aber irgendwie nie durchgesetzt. Als Heizungsspeicher passen da die Temperaturniveaus nicht richtig.

Als elektrisch aufgeheizter Trinkwasser"speicher" sieht das tatsächlich besser aus. Rein von den Daten her sollte der mittlere ja ausreichen.

 

Der Preis ist halt ... unschön.

 

Oliver


   
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solarfreund
(@solarfreund)
Heroischer Stromgenerator
Beigetreten: Vor 2 Jahren
Beiträge: 1510
 

Ich habe für unser Warmwasser einen einfachen Boiler mit 80 Liter. Der reicht für das ganze Haus. Kostet wenige 100 €. Ich habe den so eingestellt, dass er mit 1kW das Wasser wärmt. Bisher läuft das einwandfrei und zumeist mit Sonnenstrom. Man kann sowas auch in mehrere Räume einbauen.

6,5 kWp aufm Dach, 14 kWh mit Daly BMS 250A im Keller, Victron Multiplus II 5000, 2 x Victron MPPT 250/70, Cerbo GX, EM24
Camper mit 660 Wp und 3,5 kWh, Victron MPPT 100/50, Wechselrichter mit 2000 Watt, Senseo Kaffeemaschine, kein Gas 😀


   
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saugnapf
(@saugnapf)
Heroischer Stromgenerator
Beigetreten: Vor 2 Jahren
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Finde die Idee hinter solchen Thermo-Speichern (wie Flextherm Eco) ziemlich cool, und würde sowas sofort einbauen... aber beim Preis wird mir halt schwindlig.

Das würde sich beim mir niemals rechnen.

Bei mir ist es ein 30l / 1500W Boiler geworden, in Reihe mit der Brauchwassererwärmung, und ich bin sehr zufrieden damit.

Ist quasi ein retard-Durchlauferhitzer, bei zu viel Solarstrom lade ich mit dem per Zirkulationspumpe auch meinen WW-Speicher auf. 1500W ist dafür ein guter Wert, manchmal wünsche ich mir aber auch jetzt (im Februar) schon etwas mehr Leistung zum Verbraten der PV-Leistung.

6x 300Wp = 1.8kWp an 3x EVT560 MicroInverter - MultiPlus-II GX mit 4x PylonTech US2000 (je 2,4kWh)

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(@ecamoteur)
Vorsichtiger Stromfühler
Beigetreten: Vor 2 Jahren
Beiträge: 90
Themenstarter  

Sind 30 Liter nicht etwas wenig? Was verstehst Du unter in Reihe schalten? Was ist bei Dir die Brauchwasser Erwärmung?

Boiler wäre wahrscheinlich die günstigere Alternative, allerdings könnte man dann in der Hälfte der Badewanne icht mehr stehen, was andererseits nicht schlimm ist, da wir noch ne Dusche haben.


   
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saugnapf
(@saugnapf)
Heroischer Stromgenerator
Beigetreten: Vor 2 Jahren
Beiträge: 1230
 

Das hängt von deinem / eurem Bedarf ab. Bei uns sind 30l zum Duschen genau richtig, aber wir sind nur zu zweit, ohne Badewanne. Das Boilerwasser wird ja sofort wieder nachgeheizt, sobald was entnommen wird.

Hatte das hier schonmal beschrieben, das war allerdings noch vor dem Winter:

https://www.akkudoktor.net/forum/postid/50361/

Primäre Brauchwasser-Erwärmung ist bei mir Öl-Zentralheizung, und das Ziel ist, den Ölverbrauch immer weiter zu reduzieren.

Wie gesagt, jetzt mit der Winter-Erfahrung bin ich voll zufrieden, und im Sommer brauche ich die Öl-Heizung ja dann gar nicht mehr. Super ist auch, das heiße Boilerwasser über die Zirkulationsleitung in die Zentralheizung zurück zirkulieren zu lassen, und dort den Brauchwasserspeicher mit Solar-Überschuss aufzuladen.

 

6x 300Wp = 1.8kWp an 3x EVT560 MicroInverter - MultiPlus-II GX mit 4x PylonTech US2000 (je 2,4kWh)

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(@byteripper)
Vorsichtiger Stromfühler
Beigetreten: Vor 2 Jahren
Beiträge: 109
 

Die wichtigste Frage ist: Wie viel Energie ließe sich damit sparen und rechtfertigt die Einsparung die Investitionssumme. Ich habe auch einen elektronisch gesteuerten DLH mit max 27kW, dank Wassersparkopf ist die Durchlauf enge jedoch reduziert, so dass der reale Verbrauch bei etwa 12-15kW liegt. Je nach Eingangswassertemperatur. Bevor ich so eine Lösung installieren würde, ginge mein Weg in einen zweiten Speicher samt MP2. 


   
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(@ecamoteur)
Vorsichtiger Stromfühler
Beigetreten: Vor 2 Jahren
Beiträge: 90
Themenstarter  

Wobei Du bei einem Wärmespeicher oder Boiler weniger Verluste hast als noch nen Speicher. Vielleicht ist ein einfacher Boiler doch der beste Weg was Preis/Leistung angeht.


   
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Win
 Win
(@win)
Mitglied Moderator
Beigetreten: Vor 1 Jahr
Beiträge: 5318
 

Da muss man wirklich genau rechnen, ob Warmwasser mit DLE nicht doch die kostensparendste Alternative ist. Wenn man sparsam ist, kommt man mit 30l Warmwasser pro Tag pro Person aus. Für 30l Warmwasser braucht es etwa 1kWh. Macht 365 kWh pro Jahr pro Person. Bei 40ct/kWh sind das gerade mal 146 Euro. Strom wird auch wieder billiger, dann sind es vielleicht nur noch 100 Euro.

Bei allen Warmwasserspeichern muss man auch immer die Verluste sehen, die man beim DLE nicht hat. Und wenn du andere Möglichkeiten hast, deinen Solarstrom los zu werden, wie z.B. ein Elektroauto, dann ist die Energie dort vielleicht besser aufgehoben. Und von Sep-April die Heizungs-Wärmepumpe.

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Mitsubishi Heavy SRC/SRK20-ZS-W (SCOP 4,6)
Mitsubishi Heavy SRC/SRK25-ZS-W (SCOP 4,7)
Daikin ATXF25E (SCOP 4,1)
Split-Klima Zentrale Seiten


   
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saugnapf
(@saugnapf)
Heroischer Stromgenerator
Beigetreten: Vor 2 Jahren
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Ursprünglich wollte ich einen kleinen DLE in den WW-Kreis setzen. Hat sich wegen der bald einsetzenden Taktung als nicht kompatibel mit meiner Solar-Anlage erwiesen. Deswegen der kleine Boiler, den ich wie einen sehr trägen DLE verwende. Der kann stundenlang mit 1,5kW laufen, und meinen Solarüberschuss ins WW laden, bis der ganze Kreislauf auf ca. 60° ist, bzw. welche Temperatur ich am Boiler einstelle.

Leitungs- und Speicherverluste sind da immer ein Thema, die Dämmung des Boilers (im Keller) möchte ich auch noch etwas verbessern. Warmwasser- und Zirkulationsleitung laufen bei mir unter dem Wohnzimmer-Boden durch, da stören mich Leitungsverluste nicht so sehr, zumal ich die Leitungen gut gedämmt habe.

Es hängt halt ganz stark von den örtlichen Gegebenheiten und der Art der bisherigen WW-Erzeugung ab. Bei mir ist alles recht kompakt, durch den Boiler habe ich ganz kurze Wege zu den Verbrauchern, eine Zirkulation im üblichen Sinne brauche ich daher nicht mehr.

Was in meinem Fall extrem viel Öl einspart, ist die Möglichkeit, die Vorlauftemperatur der Heizung stark zu reduzieren, weil die Warmwasser-Erzeugung nun davon getrennt ist. Bisher musste immer (auch im Sommer!) der ganze Puffer auf Temperatur gebracht werden, um das WW zu erzeugen. Nun fahre ich eine möglichst geringe Vorlauftemperatur, der Boiler bekommt vorgewärmtes Wasser, bei Solar-Überschuss wird der WW-Speicher durch den Boiler aufgeladen, und gibt nun auch Wärme an den Heizungspuffer ab.

In Zahlen kann ich das schlecht darstellen, mindestens 500l Öl haben wir so diesen Winter aber schonmal eingespart. Dagegen muss man natürlich einen höheren Stromverbrauch setzen, das kann ich noch kaum bewerten, weil ich auch die Solaranlage im Herbst erweitert habe.

Und mein Ziel ist ja, die Öl-ZH zu erhalten, aber mit möglichst wenig Heizöl auszukommen. Gut möglich, dass ich für die nächste Heizsaison noch eine WP zur Unterstützung in den Heizkreis hänge.

 

6x 300Wp = 1.8kWp an 3x EVT560 MicroInverter - MultiPlus-II GX mit 4x PylonTech US2000 (je 2,4kWh)

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(@ecamoteur)
Vorsichtiger Stromfühler
Beigetreten: Vor 2 Jahren
Beiträge: 90
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Irgendwie geht es auch um das Gefühl autark zu sein. Aber Du hast sicher recht.

Dann noch eher einen weiteren Victron auf einer zweiten Phase mit einem weiteren Akku, die Wärmepumpe ist schließlich schon bestellt


   
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Nick81
(@nick81)
Mitglied Admin
Beigetreten: Vor 4 Jahren
Beiträge: 1647
 

Ich hatte bei noch auf den Zettel eine Brauchwasser-WP vor den DLE zu installieren. Überschuss da rein und der DLE (muss vollelektronisch gesteuert sein) würde nur noch das Delta nachheizen. Die kosten aber auch ab 2000€. 

PIP 5048MS | 6x 340Wp mono (2KWp) Ostdach | 14S80P Powerwall
3x MP2 5000 | 11 kWp Ost- + Westdach | 14kWh LFP
Mitsubishi Multi MXZ2F42VF+MSZEF25VGKW+MSZEF35VGK


   
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(@byteripper)
Vorsichtiger Stromfühler
Beigetreten: Vor 2 Jahren
Beiträge: 109
 

@ecamoteur es ist wie bei allem im Leben: Die letzten Prozent zur Perfektion sind immer die teuersten. Völlig autark zu sein ist ohnehin nur schwer zu erreichen. Da reden wir dann von einer PV Anlage mit Wasserstoff Speicherung. Round about 85.000 EUR aufwärts.


   
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(@ecamoteur)
Vorsichtiger Stromfühler
Beigetreten: Vor 2 Jahren
Beiträge: 90
Themenstarter  

Wäre ne super Lösung, allerdings klappt das bei uns räumlich nicht.

Also vielleicht doch ein Boiler mit Wärmepumpe wie ich in meinem anderen Thread geschrieben habe


   
saugnapf reacted
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(@linuxdep)
Heroischer Stromgenerator
Beigetreten: Vor 2 Jahren
Beiträge: 2787
 

Interessantes System ist es trotzdem, die große Variante davon könnte sicher einen BWWP ersetzen, die hat irgend wann ein Abnutzungsproblem, die BWWP muss immer im ungünstigsten Modus, hoher Temperaturen, fahren. Das Flextherm ECO System soll wohl bis zu 40.000 Zyklen halten... da sind doch 6.000 Akkuzyklen nix gegen.

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