Sehr oft sind es die Information, die man nicht hat, die einen zur Lösung des Problems führen (können)...
DAS alleine sagt mir schon, dass ich mit meiner Vermutung ziemlich richtig liegen. Imho werden 90 % aller Balancing-Probleme.... durch den "notwendigen starken Zusatzbalancer" ausgelöst.
Zusätzlich vermute ich jetzt noch stärker, dass du bei der Zelle 7 doch irgendein Problem hast, erhöhter Innenwiderstand, Anschlüsse mit höherem Innenwiderstand (trotz nachziehen), usw. Ich würde mal nicht nur nachziehen, sondern einzeln messen..... muss nicht sofort sein, aber wenn sich die Wolke um zelle 7 verdichtet, musst du eh ran.
Sollte der Balancer das "Problem" dann verursachen, wundert es mich, dass es nur eine Zelle betrifft-- weniger Kapazität kann man fast ausschließen, da ich mit allen 16 Zellen im Vorfeld einen Kapazitätstest gemacht habe.. da gab es eigentlich keine Ausreißer..
Weniger Kapazität kann man sowieso ausschliessen, da das KEINEN Einfluss auf irgendeine Balancertätigkeit hat. Ursache für das Problem sind irgendwelche erhöhten Spannungsabfälle ( also die Ausreisser der Innenwiderstände nach oben) die den Balancer zum Disbalancer werden lassen. Und da sind es naturgemäss immer eine oder ein paar Zellen. Und wenn es mal gelegentlich nicht die Übergangswiderstände der Verbinder sind, dann ist es ein längerer Verbinder zwischen zwei Zellenblöcken ( man glaubt garnicht, welchen Unterschied 10 cm da ausmachen) oder eben die zelle selber.
..vielleicht muss ich mir auch noch mal die Neey-Einstellungen anschauen.. aktuell wird das Balancen ab 5mV getriggert.. sollte ich mal höher stellen.
Auch ein YT Geschädigter. Wer um alles in der Welt kommt auf solche Ideen ? ( Kein Vorwurf an dich.)
Schau mal da:
Maximale Ladespannung, wann ist die Chemie "aufgebraucht"
Wer war doch gleich Plato? 🙂 Genau das beobachtet man in der Verschlimmbesserer- Gemeinde namens YT. What? Einen Tag bei 3,65 V parallelschalten? Ich mache eine Woche! What? 25 mV Differenz beim balancieren? Ich mache 5 mV! What? 30 mA...
Grins. Von Vor-Vorgestern.
Gegen die 5 mV sprechen:
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Genügt die Auflösung der AD-Wandler nur so gerade eben, um 5 mV aufzulösen. In der Konfiguration mit 2 Drahtverbindung kann man aber jenseits 4-Stellig genau nicht mehr messen.
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Wozu denn 5 mV? Es geht darum, die Zellen im Bereich oberhalb 3,45 V ( Da ist die Kurve SOC zu Spannung nicht mehr Flach) GLEICH voll zu machen. Weil der Anteil UNgleichheit einen Verlust an entnehmbarer Kapazität ist. ( Wie beim 100 m Läufer, der seinen Startblock 10 cm weiter hinten hat, hat einen Nachteil von einer Millisekunde). Aber wenn du nachrechnest, wieviel 5 mV Unterschied ausmachen.... ich kalkuliere grob, dass zwischen 3,45 und 3,55 V 0,5 % SOC sind. Dann sind 25 mV Differenz..... 0,1 % SOC Unterschied. Das verlierst du an entnehmbarer kapazität, wenn du 25 mV statt 5 mV Differenz einstellst.
Und das Vermeidest du:
- Und warum ist 5 mV noch ein Problem? Die Spannungen werden durch Spannungsabfälle an den Verschiedenen (Innen) widerständen, zellenbezogen verfälscht. Da bei ordentlichem Strom mal schnell 50 mV pro Zelle abfallen... und die Unterschiede der widerstände leicht 50 % sein können, hast du Spannungsunterschiede der Zellen von 25 mV. Heisst: Die Balancer läuft oberhalb von 3,45 V/Zelle wegen der Spannungsunterschiede durch strom an. Und macht müll.
Du kannst das sogar genau in deinen Diagrammen sehen... man muss nur wissen, wo man hinschauen muss. Der Bereich von - die Spannung steigt bei vollem Strom über 3,45 V/Z - bis - die Spannung erreicht 3,55 V/Z und der Strom fällt dramatisch - hast du 2 felder verschiedener ZellSpannungen, die man in der Auflösung gerade noch sieht. Und die sind spiegelbildlich....