7x Victron SmartSolar 100/20-48

Moin!

Nach einigem Hin&Her habe ich jetzt den Plan gefasst, meine 14 Paneele (10 auf dem Carport und 4 an der Hauswand auf der anderen Hausseite für den Winter) mit 7 Victron SmartSolar 100/20-48 Ladereglern auf einen 48V 280Ah LiFePo Akku arbeiten zu lassen.

Ist das geschickt? Sind da Probleme zu erwarten?

Es gibt ja ein paar Vorteile, die die hohe Zahl Regler mit sich bringt: Das MPPT ist sehr flexibel bezüglich Schatten auch bei Sonnenauf/untergang und in 'tiefstehenden' Jahreszeiten, und mindestens 2 Systeme brauche ich eh wegen der unterschiedlichen 'Positionen'/'Funktionen' der Paneele. Zudem ist das so billiger als 2 große Regler.

Es gibt auch Nachteile, z.B. haben die kleinen keinen Bus und ich brauch 7 serielle Schnittstellen, wenn ich die alle online in meiner Hausautomatisierung haben und ggf. auch abschalten können will. Und natürlich brauch ich entsprechend viele Kabel, und weil weniger Module in Reihe geschaltet sind und damit die Spannung niedriger ist, dann entsprechend mehr Kupfer nötig ist.

Aber ich habe auch Fragen

  • Funktioniert das alles problemlos mit der Ladekennlinie und diesen Battery-Life-Enhencemet Geschichten?

  • Muss ich die Dinger abschalten oder kann ich die Ladespannungen auch so einstellen, dass der Akku gewöhnlich nur zu 85% geladen wird? (ich will ihn eigentlich nur zwischen 30 und 85% SOC betreiben der Schonung wegen)

  • Hab ich irgendwas dabei nicht bedacht?

danke & Grüsse!

1 „Gefällt mir“

Ich würde es (wenn ich das tun wollte) auch so machen. Evtl würde ich 2 108er Panels pro Regler nehmen und die Bluesolar benutzen.

Ich wüsste nicht welche. Victron sind ja für den Parallelbetrieb gemacht und sehr zuverlässig.

Die gehen auch mit einem ESP per Wlan.

Wenn du einen "dummen" Akku hast, kannst du die Ladeschlusspannung auch am Smartsolar einstellen.

Hab ich anfangs auch gemacht. Mittlerweile nehme ich die Bluesolar defaults.

Wenn der Akku 3000 Zyklen macht, sind das gut 10 Jahre. Ich erwarte, dass innerhalb dieser Zeit die Akkus technisch reifen und ich sie eh nicht so lange nutzen will.

Es gibt immer was, das man vergisst :slight_smile:

Für das Ladeverhalten ist das BMS verantwortlich, das mit dem Cerbo kommuniziert.

30-85% SOC halte ich für extrem übertrieben und auch nicht machbar.

Wenn du dir die Spannungskurve von Lifepo4 anschaust, wirst du feststellen, dass Lifepo4 erst in den letzten 3-4% in die steile Spannungskurve kommt. Erst ab hier kannst du Balancen und dein BMS kann auch erst ab hier den SOC syncen. Bleibst du unterhalb der steilen Spannungskurve, dann kann dein BMS nie den SOC bestimmen.

Du musst also regelmässig ( zumindest einmal alle 14 Tage ) vollladen.

Das entladen auf nur SOC30% bringt keinen Vorteil und erhöht nicht die Lebensdauer. SOC 10% ist völlig ausreichend, Bzw. Entladeende bei 3.0V.

1 „Gefällt mir“

Wenn es ein BMS gibt, das mit einem Cerbo kommuniziert, kann das so sein. Wenn nicht, dann nicht.

Oliver

7 MPPT die nicht zentral gesteuert werden, halte ich für mutig.

An der wichtigsten Stelle sollte man nicht sparen.

LiFePo rein anhand der Spannungen von den MPPTs zu laden und zu entladen finde ich mutig. Ohne Rückmeldung eines BMS oder Messung per Shunt, wirst Du den oben genannten Bereich kaum einhalten können. Auf Grund der Spannungen kann man bei LiFePo nicht auf SOC schließen.

An Deiner Stelle würde ich einen Raspberry Pi nehmen und diesen mittels des kostenlosen VenusOS zur Steuerung nutzen. Sollte Dein BMS nicht vom VenusOS oder von serialbattery unterstützt werden, würde ich vor den Akku einen Smartshunt einsetzen.

Mir wäre der Aufwand der Verkabelung und die Kosten für 7 Victron SmartSolar 100/20 zu hoch. Statt dessen würde ich die Panels auf dem Carport mit einem oder zwei MPPTs betreiben. Meine 9 Panels auf dem Carport betreibe ich ich in Konfiguration 3S3P also 3 seriell und 3 parallel. Das funktioniert sehr gut.

An Deiner Stelle würde ich das Carport mit einem oder zwei Smartsolar betreiben.

Achte darauf, dass die Smartsolar auf der DC-Seite hart bei erreichen der angegebenen Ampere abriegeln. Ein Victron SmartSolar 150/45 wird auf der DC-Seite also bei 45 Ampere begrenzt unabhängig davon welche Spannung auf der PV-Seite anliegt. Ein einzelner 150/45 wäre für das gesamte Carport bei Dir abhängig von den gewählten Panels schon zu klein. Kaputt geht da aber nichts, wenn die angegebene Spannung auf der PV-Seite (beim 150/45 sind das 150 Volt) nicht überschritten wird. Es wird halt nur hart bzgl. des Stroms (A) abgeriegelt. Wichtig bei den von Dir geplanten Smartsolar 100/20 ist daher, dass in keinem Fall die angeschlossenen 2 Panels 100 Volt überschreiten. Für die kalte Witterung sollte man einen Puffer einbauen. Wäre fatal, wenn Dir die Smartsolar kaputt gehen.

Schau mal beim MPPT-Konfigurator, was sich bei den von Dir gewählten Panels empfiehlt MPPT Calculator - Victron Energy

1 „Gefällt mir“

Hallo philippoo,

mal ne frage warum 7 mal it den 100/20 ist eine blöde Verschattungssituation vorhanden.

Ich selber betreibe auf dem Gartengrundstück 3x 100/20 da die Module an 3 Standorten sind. Alle drei laufen im VE.Smartnetwork und diese zu synchronisieren dazu ein BMV702 für die Akkus und ein Smartshunt für die Last. Alles hängt am Raspi mit isolated 4 port USB to TTL FTDI von Duppa.

Schau mal ob es möglich ist mit weniger Ladereger auszukommen ein Smartsolar 150/45 kostest nicht mehr als zwei Smartsolar 100/20 und zwei VE.Direct to usb

für den Carport würde ich einen 250/85 (8 Module 2P4S) und einen 100/20 (2 Module 2S) nehmen und das andere system einen 150/45 (2S2P)

Gruß Markus

Im Winter kommt ja eh fast nix vom Dach, da würde ich mit den paar Modulen keinen Speicher bauen.

Klemm die Module an Micro-WR das dürfte die vernünftigste Lösung sein.

Die Smartsolar können auch ohne Kabelverbindung miteinander kommunizieren, über BT.

Nimm noch ein SmartShunt mit dazu, dann hast Du alles in einem BT-Netzwerk, unabhängig von Zusatzhardware.

Und ja, die Idee lässt sich damit problemlos realisieren.

Alternativ hat OffGridGarage Andy mal ein vierfach Adapter aus Italien vorgestellt, zwei davon würden auch erlauben alles an einen PI mit VenusOS zu betreiben und damit auch das VRM nutzen zu können.

Edit: müsste der gewesen sein:

Was soll denn der Smartshunt bringen? Da hast du doch nur Gesamtspannung aber keine Zellspannung. Installiere ein brauchbares BMS mit Kommunikation wenn du unbedingt einen Speicher mit Laderegler laden willst.

Der SmartShunt kann über den Shunt den SOC genauer bestimmen als viele BMS.

Ein JK BMS zeigt Dir Zellspannungen an, liegt dem dem SOC nach ein paar Tagen aber stark daneben, da es kleine Ströme nicht erkennt.

Deshalb kauft man ja auch kein JK. Im Normalfall sollte aber auch das JK bei jeder Vollladung auf 100% syncen.

Wichtig ist eigentlich die Zellspannung, weil die Laderegler anhand der Zellspannung den Ladestrom reduzieren, wenn eine Zelle vorraus eilt.

oh Leute...

ganz herzlichen Dank für die vielen Antworten!! ich vergesse jedes mal das Beiträge-Abo zu setzen und dachte schon 'warum kommt denn da überhaupt nix?' Asche auf mein Haupt für die späte Reaktion!

meinst du 1 ESP pro Laderegler? ansonsten funken die ja nur BT? aber das wäre auch noch ne Möglichkeit...

ich wollte auf dem Raspi noch mehr machen (die ganze Steuerung, wahrscheinlich ioBroker, mosquitto, InfluxDB, wahrscheinlich proprietäre Komm Adapter per Python, ...), ich fürchte da wäre VenusOS nicht so optimal, oder? Kann man diese Venus Geschichte auch irgendwie auf einem Raspian zum laufen bringen?

Ein BMS wird es natürlich geben. 280Ah/14kWh Li ohne BMS ist ja schon grob fahrlässig. ich plane ein Seplos zu nehmen.

Einen Cerbo wird es nicht geben, da seh ich den Sinn nicht drin. Der macht doch eigentlich nix, ausser ein paar Kommunikationswege zu vereinfachen?

Ein früherer Plan war ja, die 10 Module 2P5S an einem 250/85 oder 250/100 zu betreiben. Mit den Jinko Modulen geht das, die haben um die 40V Leerlaufspannung. Aber dann habe ich mir morgens und in den 'Zwischenjahreszeiten' die Besonnung des Carportdaches angeschaut, und gesehen, dass ich dann da schon partiell Schatten habe. Und da habe ich gelesen, dass das ggf. garnicht gut ist für die verschatteten Module?! Das ist eigentlich der wesentliche Grund, warum ich von dem Plan abstand genommen hab...

Wodrin siehst du den Vorteil von weniger Ladereglern? Ok, die höhere Spannung bei 5S statt 2S, d.h. man braucht 2.5x soviel Kupfer. Aber ich dachte mir, ich nehm 2x 5x4mm2 NYY-J, das sollte bei 10 Metern noch vertretbar sein... und ok, wenn man Trennschalter einbauen will... so ein Adapter 'VE.Direct to usb' kostet 5..8eu, USB Hubs etwa auch so viel - das macht den Kohl nicht fett. Dieser optisch getrennte den @grumpy_badger und @do5mz vorschlagen ist etwas teurer, aber ich denke, wenn ich eh nur 1m per dickem Kabel zum zentralen Massepunkt auf dem Akku habe, kann ich auch die Kommunikationsmassen verbinden... und vlt ja eh BT

danke & Grüsse!

ach ja, mit dem 30/85 SOC muss ich noch mal schauen... war halt so eine Idee, mach ich mit meinem Roller gewöhnlich auch so. der 14Ah Akku ist halt eigentlich eh überdimensioniert bei einem Tagesverbrauch von 4..5kWh, aber weniger ist kaum nennenswert billiger...

warum hältst du das für gewagt? die machen doch was sie sollen anhand der Batteriespannung (und natürlich anhand dessen, was reinkommt), oder? was soll da schief gehen? (solange ich ihnen (ggf.) irgendwie sagen kann, dass sie aufhören sollen zu laden)

Sorry aber deine MPPT kennen nur die Gesamt Spannung und nicht die Zellspannung.

Lifepo4 kannst du nicht mit Liion vergleichen weil Liion eine relativ gleichmässig steigende Spannungskurve hat. Lifepo4 hat aber eine sehr flache Spannungskurve die je nach ladezustand über 50Ah kaum an Spannug zunimmt. Dafür steigt die Spannung in den letzten 2-3% sehr steil an. Wenn dein BMS den Ladestrom nicht anhand der Zellspannung regeln kann, dann ist dein BMS dauernd am trennen.

ok, jetz versteh ich was du meinst. stimmt, die Zellspannungen sollten eingermassen gut parallel laufen. Aber bei deinem Einwand ist es doch egal, ob ein oder 7 Lader laden - wichtig ist die Koordination mit dem BMS. Kann das Seplos mit einem victron direkt kommunizieren, mit 7 aber nicht? (so weit hab ich mich in beides noch nicht eingelesen) Wenn ich sowieso meine 'Zentralsteuerung' 'dazwischen schalten' muss, macht es doch keinen sonderlichen Unterschied, ob ich einem oder 7 Reglern sagen muss "hör mal auf jetzt" - oder hab ich jetzt wieder was nicht auf dem Schirm?

ps. vielleicht sag ich dann dem Seplos auch einfach "lass den Ladetransistor aus bis ich was andres sage"?

VenusOS, also das System vom Victron, läuft zwar auf einem Raspberry Pi mit eigenem OS, aber kann man nicht auf anderen Linux-Varianten wie z.B. Raspbian laufen lassen. Geht auch keine Virtualisierung. Victron hat zwar eine Menge auf github veröffentlicht, aber es wird Dir schwer fallen das System auf Raspbian zum laufen zu bringen. Bei den geringen Preisen der Raspberry Pi würde ich dann einfach einen weiteren Raspberry Pi nehmen. Wenn Du viel Zeit hast und VernusOS auf Raspbian portierst und auch supportest, werden Dir sicherlich einige Leute folgen. Ist es mir nicht wert.

Auf VenusOS large hat man NodeRed und auch einen MQTT-Broker. Insofern kann man eine ganze Menge machen und hat die volle Funktionalität von VenusOS inkl. Nutzung von VRM.

Auf VRM und die Plugins von VenusOS mit Einbindung der Smartsolar, BMS (über serialbattery), etc. würde ich persönlich nicht verzichten wollen.

Genau hier liegt dein Denkfehler.

Der Cerbo (alternativ ein Raspi mit Venus) steuert deine 7 MPPT.

Du kannst im Cerbo DVCC aktivieren, somit nutzen alle MPPT einen Spannungs/Strom Sensor ( den vom BMS ) Damit werden alle MPPT Zellspannungs abhängig geregelt.

1 „Gefällt mir“

moin und danke wieder für eure hilfreichen Beiträge!!

ich würde aktuell weniger von einem Denkfehler sprechen sondern eher von Unwissenheit :wink: Ich bin grad in dem Stadium, die Einkaufsliste zusammenzustellen, und habe von den Feinheiten noch keine Ahnung. Aber mit eurer Hilfe komme ich der Sache ja gerade näher - danke! :slight_smile:

Könnt ihr mir bitte noch weiter auf die Sprünge helfen!?

Cerbo:

  • macht 'alles' Plug&Play?

  • ich vermute mal, ich kann damit sämliche interessante Werte unkompliziert an ioBroker übertragen (MQTT? Plug-in?) und ggf. auch aus ioBroker das Speichersystem steuern?

  • bekommt seinen Strom aus der Batterie (was ist wenn die leer ist - Winter)?

  • kostet 160eu (die S-Variante, bräuchte ich ne andere?)

Raspi:

  • ich brauche das Venus Image & ggf. irgendwelche Setups, was aber auch sehr einfach zu sein scheint ( raspberrypi install venus image · victronenergy/venus Wiki · GitHub )?

  • das steuert dann die ganze Laderei genauso Plug&Play wie das Cerbo? '

  • die Interaktion mit ioBroker etc ist hoffentlich genauso (einfach) wie mit Cerbo?

  • muss ich mal schauen, wie ich die ganze Stromversorgung realisiere...

  • kostet 50eu (ein 4er)

weitere Fragen:

  • bringt die Nutzung eines 4er Raspi Vorteile gegenüber einem 3er? (3er hab ich noch und braucht weniger Strom (24/7, jedes Watt sind 9kWh pro Jahr...))

  • schreibt das Venus kontinuierlich irgendwas auf der Flash Karte (macht es Sinn, eine kleine SSD zu nehmen)?

  • kommunizieren beide Systeme per BT mit den geplanten 7 Ladereglern? die Anzahl VE.Direct Ports ist ja zumin auf dem Cerbo begrenzt und mit ein 'paar' zusätzlichen EUR verbunden...

  • (wie) kommuniziert beides mit dem Seplos?

  • was ist VRM?

  • was sollte ich noch wissen?

vielen lieben Dank & Grüsse wieder!

1 „Gefällt mir“