Update:
Nach einer Woche ohne den Akku voll zu laden also über 3,4V/Zelle sah es dann zum Ladeschluss so aus:
Ladeschlussspannung: 27,4V (3,425V/Zelle)
Abschlussstrom: 3 Ampere
Balancer Start: 3,37V
Balancer Trigger Spannung: 10mv
Also immer noch alles im grünen Bereich. Wie bereits angemerkt balance ich nicht irgentwie sondern nach dem Schema den Balancer erst ab ca. 3,37V/Zelle arbeiten zu lassen sofern auch die Trigger Spannung dazu erreicht wird. Das hat den Grund das ich beim ersten Test gesehen habe das Ladungsunterschiede bereits ab ca. 3,37/Zelle anhand der Spannung zumindest bei meinem Akku gut sichtbar werden. Es ist in etwa der Punkt ab dem die Spannungen der Zellen schneller anfangen zu steigen und somit die Kurve steiler wird, gute Chancen also bereits hier Ladungsunterschiede auszugleichen. Und es ist ziemlich sicher auch der Grund warum ich nun zum Ladeschluss einfach ein besseres Balancing erreiche als ich es zuvor erreicht habe, da der Balancer früher anfängt zu balancen hat er natürlich auch mehr Zeit die Zellen gleichmäßig "hoch zuziehen". Beim laden liegt übrigens die Differenz meiner Zellenspannungen (unterhalb 3,37V/Zelle) immer im Schnitt bei 5mv (mittlerweile sogar etwas besser wie mir scheint), etwas schwankend aber nie über 10mv. Das bedeutet das ich selbst unterhalb von 3,37V/Zelle kaum Störeinflüsse zb. durch Strom habe. Denn hat man bereits unterhalb von 3,37V/Zelle starke Schwankungen in der Spannung dann würde man diese auch oberhalb von 3,37V/Zelle sehen was das Balancing sicher in eine falsche Richtung führen würde. Durch die Balancer Trigger Spannung kann man das ganze nach etwas beobachten aber auch in gewissen Maße kompensieren. Wenn man diese aber zu hoch einstellen würde, würde das eventuell bedeuten das der Balancer einfach zu spät damit anfängt die Zellen auszugleichen. Ein sauber aufgebauter Akku mit gleichen Übergangswiderständen über die Zellverbinder ist immer Voraussetzung damit alles gut funktioniert! Es sei angemerkt das bei einem höherem Ladestrom auch die Ladeschlussspannung schneller erreicht wird, dadurch kommt man dann natürlich früher über die 3,37V/Zelle, was aber keine Rolle spielt da die Ladekurve ansich gleich bleibt. Einzig der Punkt ab dem die steile Kurve anfängt verschiebt sich nach Links, man würde also bei höherem Ladestrom sogar noch günstigere Bedingungen zum balancen haben. Ich Poste ungerne Ladekruven aus dem Netz da ich nicht weiß inwiefern diese der Realität entsprechen, da ich aber keine eigenen bei verschiedener C-Rate habe hier ein Beispiel:
Gleich am Tag darauf (also nach dem ersten mal voll laden nach einer Woche auf über 3,4V/Zelle) habe ich aufgrund einer Beobachtung die Trigger Spannung auf 20mv angehoben und nochmal voll zu laden und balancen zu lassen. Warum beschreibe ich jetzt: Bei mir gab es bisher zb. eine Zelle die immer unterhalb von 3,4V aber überhalb von 3,37V mit der Spannung höher liegt als die anderen Zellen (sie wird also bereits durch den Balancer entladen), diese ist dann aber zum Ladeschluss wenn der Abschlussstrom erreicht ist wiederum in der Spannung niedriger, ihr fehlt also Ladung (das sieht man übrigens auch in meinen Screenshots). Während also der Balancer dieser Zelle bereits unterhalb von 3,4V bei "vollem" Ladestrom die Energie entzieht und die Differenz Spannung nach dem ersten Balancing (was ich mit ersten Balancing meine steht im nächsten Abschnitt) zwar wieder auf rund 5mv angeglichen ist macht der Balancer zum Ladeschluss das gleiche Spiel erneut und muss dieser Zelle wieder Ladung zuführen. Da das keinen Sinn ergibt habe ich die Trigger Spannung auf 20mv angehoben um das ganze zu kompensieren, also damit diese Zelle nicht zu früh entladen wird. Zudem lädt der Balancer natürlich mit diesem Strom den er dieser Zelle entzieht wieder andere Zellen auf wodurch dann natürlich unterhalb von 3,4V das Balancing Top ist aber zum Ladeschlussschluss eher schlechter. Ich hoffe man kann das soweit nachvollziehen. Sowas zb. sind Beobachtungen die man selbst am eigenen Akku machen muss, da sich jeder Akku anders verhält. Ich muss noch beobachten wie das ganze weiterhin verläuft, finde es aber in diesem Fall sehr sinnvoll dem ganzen mit etwas höherer Trigger Spannung entgegen zu wirken.
Jedenfalls sah das ganze dann so aus:
Ladeschlussspannung: 27,4V (3,425V/Zelle)
Abschlussstrom: 3 Ampere
Balancer Start: 3,37V
Balancer Trigger Spannung: 20mv
Es ist sehr interessant anzusehen wie die Zellspannungen bei mir ab ca. 3,37V/Zelle anfangen schon leicht auseinander zu laufen und der Balancer seine Arbeit aufnimmt. Schon nach kurzer Zeit hat der Balancer aber alles ausgeglichen und macht dann lange Zeit meistens wieder garnichts, bis die Zellenspannungen bei rund 3,4V/Zelle angekommen sind und wieder anfangen auseinander zu laufen, und der Balancer wieder seine Arbeit aufnimmt. Diesmal aber aufgrund der schneller steigenden Spannungen (Ladekurve wird steiler) bis zum Abschlussstrom durchweg arbeitet. Der Balancer arbeitet also meiner Meinung nach genau wie er sollte und zieht bereits ab 3,37V/Zelle alle Zellen gleichmäßig auf einen gleichen Ladezustand hoch. Ich möchte dazu sagen das sich das ganze Verhalten nur auf meinen Akku bezieht und ich keine Aussage darüber treffen kann wie das bei anderen Akkus abläuft. Da ich derren Aufbau nicht kenne und somit nicht weiß wie sauber alles aufgebaut wurde, ob es Störeinflüsse gibt und wie alles beim balancen arbeitet und reagiert. Um das beurteilen zu können müste man selbst davor sitzen. Deshalb sollte man falls man sich für ein Balancing unterhalb von 3,4V interessiert das ganze am besten am eigenen Akku testen. Aber nicht nur einstellen und einfach laden und balancen lassen sondern vorallem auch beobachten wie und wann alles reagiert und ggf. entsprechend die Werte anpassen!
Das soll es soweit auch erstmal gewesen sein. Ich bin jedenfalls weiterhin sehr überzeugt von dieser Art so zu balancen und werde es auch weiterhin so tun, da sich die Zellen Spannungsdifferenz zum Ladeschluss bei mir dadurch stark verbessert hat.
Und zusätzlich als Anhängsel nochmal eine Sache am Beispiel meines Akkus die jeder der ein IR Messgerät besitzt bei seinem Akku tun sollte, um hohe Übergangswiderstände bei seinem Aufbau zu finden. Gemessen habe ich immer von Pol zu Pol und das Bild sollte gut zeigen was gemeint ist... so findet man schnell schlechte Verbindungen raus und kann sich sicher sein keine hohen Übergangswiderstände im Aufbau zu haben. PS. Meine Zellen haben von Haus aus unterschiedlich hohe Innenwiderstände das sollte man vor dem Aufbau des Akkus schonmal gemessen haben damit es nicht zu Verwirrungen kommt und man aufgrund dessen eventuell falsche Rückschlüsse zieht. So misst man von Zelle zu Zelle bis man bei der letzten Zelle angekommen ist:





