BEST PRACTICE ? Was man vor der Montage einer Split Klima mit Quick Connect WISSEN SOLLTE und kaum einer so sagt = unsere Plan- & Denkfehler

Wer sich mit dem Thema beschäftigt hat, wird nach 1 Jahr einen Erfolg feiern können, weil die Zentralheizung weniger Energie (Gas oder Öl) brauchte, dafür hoffentlich mehr Überschussstrom verbraucht werden konnte.

Jenseits davon ist der nächste Schritt vor einer zentralen Wärmepumpe wohl eine Brauchwasserwärmepumpe aka BWWP

Dazu gibt es auch viele Videos hier und da, aber kaum jemand achtet auf das Thema, was alle jetzt im Herbst wieder betrifft: Was wäre es schön, die Heizkörper in all den Räumen ohne Splitklima via Zentralheizung laufen lassen zu können, ohne wirklich Öl oder Gas zu brauchen.

Dazu braucht es eine BWWP MIT WÄRMETAUSCHER, denn die BWWP fährt dann das gesamte Wasser darin auf 62°C hoch, sobald Überschussstrom da ist, also mit Wirkungsgraden jenseits 3, wobei das Monoblöcke sind und damit keine Außeneinheit und deren Quick Connect Anbindung erforderlich ist.

Um es kurz zu machen: 270 Liter BWWP mit 16 kW Wärmetauscher (Schlange) gibt es nebenan in Holland für 2100€ und mitunter auch mal für 1900€ schon und zwar vom Marktführer in Europa, den kaum einer kennt, weil das bisher von den Herstellern in den Südländern bedient worden ist, also Frankreich und Italien.

Atlantic Explorer V4 heißt die und hat einen Überschuss Anschluss, sprich 2 Stromanschlüsse 230V: 1x Netz und 1x geschaltet, falls Überschuss da ist

die BWWP fährt ihr normales Wochen Zeitschaltprogramm, wie man es gern hätte und programmieren kann.
Erkennt die BWWP aber Überschussstrom, dann wechselt sie sofort in den Vollgas Modus und heizt die 270 L auf die maximalen 62°C auf

Kommt eine Wolke, dann könnte der Überschussstrom entfallen, aber Dank dem 1. Anschluss Netz bleibt sie an und fährt den Zyklus zu Ende, wechselt dann aber auf das vorherige Programm mit all den Schaltzeiten.

Und nun ist es so, dass das 62°C warme Wasser auch zum Transfer in die Heizung bereitsteht, weil die BWWP eben einen 16 kW Wärmetauscher hat, der eben den früheren Vorlauf von der Heizung in den Boiler bedienen kann, also entweder rein von der Ölheizung (weniger sinnvoll, außer es ist sehr, sehr kalt und Sonne scheint nicht mehr und Strom vom Netz wäre teurer als Öl, weil das mal wieder billig wäre) oder raus in die Ölheizung, wo dann der Heizkreislauf erwärmt wird, so dass die Ölheizung aus bleibene kann oder aber weniger oft und ggf. weniger lange läuft. Reicht die Energie von der BWWP nicht mehr aus, springt der Ölbrenner automatisch an, weil ja die Heizkreisluaf Vorlauftemperatur nicht mehr erreicht wird.

Diese Geräte in der 270 L Größe (also 196 cm hoch) kosten in Deutschland und Österreich üblicherweise ab 2500 / 2700€, gerne auch jenseits 3000€, aber in Holland eben günstiger, teils auch mal auf Kleinanzeigen.

Dieses Gerät zeichnet noch etwas aus: BWWP müssen üblicherweise aufrecht transportiert werden und das macht den Speditionsversand teuer und anfällig für Dellen und Beulen

Von daher im Zweifelsfall selber mit dem kleinen 2m Gartenabfallanhänger selber holen, weil man diese BWWP auf dem Rücken liegend transportieren kann. Das wissen viele Händler nicht, warnen davor, bis sie auf der Verpackung mal lesen, dass das sehr wohl bei der BWWP auch liegend auf dem Rücken geht, also nur auf 1 Seite, die aber arkiert ist.

Kann man alleine transportieren, wenn mal morgens einer ungeplant ausfällt und man alleine da steht. Die 100 kg Pumpe mit der Sackkarre zum Anhänger bringen, dann den Karton ausrichten, so dass man den mit dem Rücken auf den Anhänger langsam kippen und ablegen kann. Dann raufschieben und verzurren. Wie immer mit angespanntem Anhänger, nicht ohne, denn dann ginge die Kippelei los.

Abladen ist der gleiche Weg vom ebenfalls noch angespannten Anhänger langsam runterschieben, bis die BWWP zu kippen beginnt und dann halt aufrichten, Sackkarre runter und schwupps ist man unterwegs.

Vorteil BWWP: man kann dort die Preise für Strom / Netz und Öl einstellen, so dass die selbstständig entscheiden kann, wann die Ölheizung mit Öl laufen soll, wenn sie denn günstiger ist als der Strom vom Netz. Dann ist das System geführt von der BWWP, die BWWP schaltet die Ölheizung sozusagen elektrisch ein. Beim anderen Fall oben beschrieben, da sind es die Temperaturfühler der Ölheizung: solange das Vorlaufwasser für die Heizkörper noch warm genug bleibt, bleibt die Ölheizung aus, erst wenn sie unter den Schaltwert sinkt und die BWWP nicht mehr genug Wärme liefern kann, wird die Ölheizung anspringen.

So kann man wie bei Andreas in seinem Video gezeigt noch lange die Ölvorräte und Ölheizung schonend nutzen und seinen Stromüberschuss verheizen, wobei das ein Schnapper ist, denn wer mal schaut, was ein isolierter 270 Liter Boiler / WW Tank kostet, der kriegt für grob 1000€ die BWWP fast geschenkt inkl. Wärmetauscher zum Heizen. In Polen, Holland und Belgien werden diese Anlagen großteils NUR NOCH mit Wärmetauscher angeboten, die ohne sind zwar 400 oder 500€ günstiger, können aber dann auch nur Warmwasser machen. Wer danach schaut und in Holland oder Polen sucht, achte auf den Zusatz COIL , also Spule / Schlange, womit der Wärmetauscher gemeint ist.

In Deutschland gibt es diese BWWP auch, aber nur angeboten von einer Tochterfirma der franz. Atlantic Gruppe, die den deutschen Markt bedient, deren österreichischer Tochter namens Austria Email. Deren Pumpen scheinen baugleich zu sein, aber natürlich mit einem deutschen Handwerker Obulus on top deutlich teurer. Ich habe die Atlantic nur noch bei einem Anbieter aus Berlin für 2600€ gesehen und auf Kleinanzeigen von 2100€ bis zuletzt mal 1900€ ich meine in Hessen, jeweils neue Ware.

Viel Erfolg beim warmen Winter und dem Schließen der Lücke, dass nicht in jedes Zimmer eine Split Klima kommen kann und wird. Wenige große und überall ein bißchen wärmer wird günstiger sein als jedes Zimmer mit Splitklima, erst Recht mit der BWWP mit Wärmetauscher, weil damit die alte Behaglichkeit in den seltener genutzten Räumen einhergeht, weil die Heizkörper wieder aufgedreht werden können.

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