Interessante Debatte hier, ich will sicher stellen dass ich die Schlussfolgerungen richtig verstanden habe.
Die Ladekurve von LiFePo Zellen ist im linearen Bereich so flach, dass selbst die Leerlaufspannung einzelner Zellen ein zu ungenaues Maß ist um z.B. sagen zu können, ob eine Zelle tatsächlich "voller ist" (mehr Restladung enthält) als eine andere nur weil ihre Zellspannung minimal größer ist.
Das bedeutet dann automatisch auch, dass man ohne ein BMS also nur mit Spannungsmesser den Ladezustand eines Batteriepacks gar nicht richtig bestimmen kann, man merkt erst wenn der lineare Bereich verlassen wird, dass die Batterie so gut wie voll bzw. so gut wie leer ist.
Und das ist der Grund dafür warum Cell Balancing im linearen Bereich wenig Sinn macht, weil Faktoren wie kleine Differenzen der Zellinnenwiderstände oder einfach Messungenauigkeit bei der Zellspannungsmessung dazu führen, dass ein aktiver Balancer Ladungen zwischen den Zellen hin und her schaufeln würde, ohne dabei den tatsächlichen SOC (Ladezustand) der Zellen anzugleichen, sondern nur die Zellspannungen.
Bitte korrigiert mich, wenn hier was nicht nicht.