Sammelthema: Erfahrungsaustausch Betreiber Hoymiles Mikrowechselrichter an Akku

@stromsparer_1
Ich hab Erfahrungen mit einem Step-Up am Hoymiles.
a)
ein 1200W Step-Up (dieses rote Teil von ebay, Amazon, Ali etc.)
Ich persönlich kann davon nur abraten, er regelt (wenn man das so bezeichnen darf) hektisch und nicht nachvollziehbar
b)
ein DPH5005
Bei mir pusht er die Akku-Spannung von 40V auf 50V, damit gehts dann in einen HM-300 an dessen DC-Eingang.
Was sind die Nachteile?

  • kostet 60EUR
  • wieder ein Teil mehr
  • Wirkungsgrad 90-95%
  • kleiner Lüfter, hört man summen
    Was sind die Vorteile?
  • startet soft, d.h. er regelt in etwa 2s seinen Stromfluss auf 5A hoch (ich hab bei mir 50V bei 5A über das Display eingestellt)
  • keine Vorladung (pre-charge) des HM-300 nötig (da Strombegrenzung und Softstart)
  • galvanische Trennung zw. In und Out
    Wann braucht man einen Step-Up?
    Bei Akku-Spannungen unter 30V (z.B. 8s bei LiFePO) würde ich einen empfehlen.
    Damit wird die eingestellte Leistung auch definiert und konstant erreicht.
    Gute Step-Ups mit ordentlich Leistung gibt es z.B. von MeanWell oder Victron.

So ab 30V kommt der Hoymiles im Regelbetrieb (gilt nicht für den DC-Anschaltevorgang) nicht an seine Strombelastbarkeitsgrenze.
Er wird seine (im Falle des HM-300) max. Leistung von 300-330W über Strom und Spannung erreichen.
Hier braucht es also keinen Step-Up.

Beim Zuschalten der DC (ohne Step-Up) muss man aber stets sicherstellen, dass Stromspitzen vermieden werden, also die Kondensatoren im HM "vorgeladen" werden oder eine Einschaltstrombegrenzung verbaut ist.
Am Besten man lässt den HM einfach permanent an der DC, schaltet ihn nur über die AC Seite und regelt die Ausgangsleistung über eine open oder Ahoy DTU.
Das MPPT ist bei vom Akku gespeisten Hoymiles eigentlich kein Thema - da alles konstant abläuft.
Vorzugsweise sollte man (wenn es sich einrichten lässt) eine möglichst hohe Spannung verwenden (bringt geringere Verluste und somit auch niedrigere WR Temperaturen).

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