Victron MPPT Smart 100/30 Überspannungsspitzen

Ja, so ein Teil macht die Ladung präziser. Victron empfiehlt es ausdrücklich.
Besonders bei a) hohen Ladeströmen (die du aber eigentlich nicht hast bei 2x 405Wp) und
b) wenigen Zellen in Reihe (z.B. 4s oder 8s, denn hier macht sich der Spannungsabfall auf der Leitung prozentual stärker bemerkbar als bei z.B. 15s).
Warum?
Ein Beispiel:
Bei einer Leitungslänge zw. Laderegler und Akku von gesamt 4m und einer 6mm2 Leitung,
da stellt sich bei ca. 0,024 Ohm und 30A Ladestrom ein Spannungsabfall von 0,72V auf der Leitung ein.
Konkret:
Laderegler denkt, wie schön, 27,2V, da geh ich mal langsam runter mit dem Ladestrom.
Am Akku liegen aber tatsächlich nur 27,2 - 0,72V = 26,48V an. Das ist in der 8s LiFePO4 Welt ein SoC von etwa 80%.
Der Regler verringert also grundlos seinen Ladestrom auf sagen wir mal 10A, was plötzlich einen Spannungsabfall von nur noch 0,24V auf der Leitung (den beiden Leitungen) entspricht.
Dazwischen funkt das BMS noch rein.
Mal detektiert es Zellen nahe an Überspannung, dann wieder nicht mehr.

Quelle: https://footprinthero.com/lifepo4-battery-voltage-charts
Benutzerdefiniertes Profil:
Hier muss man etwas ausprobieren.
Schade ist, dass du bei dem Redodo Akku nix an den BMS Parametern verändern kannst.
Ich würde es so einstellen:
Absorptionsspannung: entspricht der (CC) Constant Current "Endspannung" = 28,8V (3,6V je Zelle)
Erhaltungsspannung: das ist die Spannung, die sich einstellt, wenn man vollgeladene LiFePO4-Zellen in Ruhe lässt, da legen sie sich mit vollem Bauch aufs Sofa, so um die 3,4V hat sie dann.
Ausgleichsspannung: wieder ein Relikt aus der alten Blei-Akku Welt
Re-Bulk Spannungsoffset: wann die ruhende Sofa-Zelle wieder angetriggert wird. Da muss man experimentieren, ich hab hier 0,6V eingetragen, das wäre dann bei 90% SoC (da bereits jemand für 10% Entladung gesorgt hat)

Dann das Verhalten beobachten (in der Connect App aber auch im BMS), evtl. nachjustieren.