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Suche Tipps für Gleichrichter

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(@jospr)
Vorsichtiger Stromfühler
Beigetreten: Vor 4 Wochen
Beiträge: 9
Themenstarter  

Hallo, 

ich bin die ganze Zeit schon auf der Suche nach einem Gleichrichter für AC 230 auf DC 230 Volt oder höher. Der sollte auch eine Belastung von ca 20 Ampere haben und auch dauerhaft verarbeiten können. Ich habe zwar die Möglichkeit die Akkus über einen Generatorport aufzuladen, aber da ich noch einen Steckplatz für PV frei habe, wollte ich mit einem einphasigen Generator über den Gleichrichter auf den freien PV Steckplatz fahren, um so eine PV Leistung zu simulieren. Das ist nur so für den Notfall gedacht, wenn überhaupt nichts mehr geht. Klar könnte ich auch auf den Generatorport gehen und zur Not die Phasen brücken, aber dafür sind diese billigen Generatoren einfach zu instabil. 

Kann mir da jemand einen Tipp geben? Gibt es einen Hersteller, der sowas anbietet, oder geht das auch wieder nur über DiY? 


   
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Carolus
(@carolus)
Famous Member Admin
Beigetreten: Vor 2 Jahren
Beiträge: 7580
 

Das Ergebnis wird pulsierender Gleichstrom sein, an dem sich jeder mmpt Algorithmus die Zähne ausbeissen wird. Wahrscheinlich.

Ich weiß auch nicht , ob das ein erstrebenswertes Konzept ist für Leute, die das nicht aus eigener Kenntnis hinbekommen.

Nicht böse gemeint.

Ich bin kein Amateur, aber ich lerne trotzdem noch.
Bürokratie schafft man nicht durch neue Regeln oder Gesetze ab.


   
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(@tageloehner)
Autarkiekönig
Beigetreten: Vor 6 Monaten
Beiträge: 704
 

Kostet ca. 5€, wird aber nicht funktionieren


   
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(@paddy72)
Autarkiekönig
Beigetreten: Vor 3 Jahren
Beiträge: 769
 

Gleichrichter für 230VAC gibt es wie Sand am Meer, manche schaffen ohne weiteres 1000VAC. Da reicht ein klassischer Brückengleichrichter, diese kleinen Würfel mit 4 vergossenen Beinchen und ein dicker Kühlkörper. Die Spannung kannst Du noch mit einem fetten 400V 3000uF Elko glätten, dann kommt der MPPT besser klar. Wenn du noch besser Glätten willst, kann man weitere Glättungsglieder mit Drosseln einsetzen - reduziert aber den Strom und ist hier vermutlich nicht zweckdienlich. Da gibt es dann bessere Lösungen mit Halbleitern, Mosfets usw. Ohne die notwendigen Kenntnisse in Elektronik würde ich sowas aber nicht mal schnell zusammenbasteln 😉 

Die Gleichrichter werden bei 20A schon ordentlich heiß: pro Diode fallen etwa 1V ab (unter hoher Last noch mehr - habe schon bis 3V über die Doppeldiode gemessen), das sind dann bis zu 60W Verlustleistung - die müssen abgeführt werden!

Ggf. gibt es für diesen Spannungsbereich noch Schottky-Dioden (bin da aber nicht sicher), die haben weniger Verluste, da nur etwa 0,5 - 1V im Betrieb abfallen. Dann könntest Du den Brücken-GLR diskret mit 4 solcher Schottky-Dioden aufbauen (da sind immer 2 parallel in einem 3-Beiner).

P.S. tagelöhner hat schon das richtige Bild zum 4-Beiner eingestellt. Die gibts auch bis 50A, mehr als 25-30A würde ich ihnen aber nicht zumuten! Bei 20A bricht die Spannung alle 10ms massiv ein (im Wellental der Sinuswelle) - das gleicht auch kein Elko vollkommen aus.


   
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(@jospr)
Vorsichtiger Stromfühler
Beigetreten: Vor 4 Wochen
Beiträge: 9
Themenstarter  

Erst einmal Danke für die Hinweise. Klar, das Glätten der Sinuswelle ist das Hauptproblem. Ich hatte nur gemeint, dass es ein bereits fertiges Teil zu erwerben geben könnte. Ich denke das werde ich anders lösen müssen und auch sicherer. Vielleicht kommt der Gleichstromgenerator von Könner und Söhnen in Frage? 

Technische Daten:

Betriebsspannung, V 48-54
Strom (max), A 70
Anlasser Auto/Manual/Extern
Motormodell Könner&Söhnen KS 240
Typ des Motors Benzin, 4-Takt mit Luftkühlung
Hubraum, cm3 223
Motorleistung, PS 16
Kraftstoffart bleifreies Benzin
Volumen des Kraftstoffbehälters, l 12,5
Motoröl-Füllmenge, l 0,6
Geräuschpegel Lpa (7m)/Lwa, dB 70/95
Abmessungen (LxBxH), mm 510 х 525 х 310
Nettogewicht, kg 36,5
Bruttogewicht, kg 38

Das erscheint mir dann doch die bessere Lösung zu sein. Mit rund 1300€ würde der noch im Buget liegen. Damit könnte ich die Akkus direkt aufladen. 


   
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(@leverkusen3)
Heroischer Stromgenerator
Beigetreten: Vor 2 Jahren
Beiträge: 964
 

Hallo

Ohne Netztrennung 230 oder mehr V bei 20A?

Seid ihr Lebensmüde?

Hier wird sich schon echauffiert, wenn die Speicherspannung 100V erreicht. Und ihr wollt das Doppelte oder mehr?

So etwas macht man, wenn überhaupt, mit einem Netzteil.

Für eine ordentliche Lösung seid ihr aber wahrscheinlich zu geizig.

mit freundlichen Grüßen

Thomas


   
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(@jospr)
Vorsichtiger Stromfühler
Beigetreten: Vor 4 Wochen
Beiträge: 9
Themenstarter  

@leverkusen3 

Nein, das genau klappt mit einem Netzteil nicht, weil der Strom dafür nicht vorhanden ist. Welche Spannung schlägst Du denn vor, damit alles recht ungefährlich sein könnte? Oder besser gefragt, mit welcher Stringspannung wird denn gearbeitet bei " normalen" PV Anlagen? 400 Volt oder vielleicht ein wenig mehr? Das ist nun mal so, dass Wechselrichter, je nach Ausführung, erst bei einer gewissen Spannung ansprechen und die genau muss man erst einmal erreichen. Bei mir sind es halt mindestens 170 Volt DC. Darunter passiert halt nix. 

Natürlich arbeite ich nur mit 48 Volt Akkus, weil es sicherer ist und ich nicht von außen her einfach mal so abgeschaltet werden kann, wie es bei Scenic der Fall war und immer noch ist. In meinem Eingangsthread ging es um die Idee, DC Leistung für einen freien PV Eingang zu generieren und das über einen Generator AC mit 230 Volt und einem Gleichrichter, wegen dem Anschluss auf den PV Eingang. Gut, das gestaltet sich leider eher schwierig, aber ich habe immer noch die Möglichkeit, die Batterien mit einem 48 Volt DC Generator aufzuladen, wenn es denn nötig sein sollte. 

Ach und das Thema mit der Netztrennung. Nun ja, das mit der Netztrennung habe ich durch einen Fehler meinerseits in Erfahrung bringen müssen, als mir, warum auch immer, die NH Sicherungen rausgeflogen sind. Das war vor rund 5 Monaten und seither lebe ich wesentlich entspannter, also vollkommen unabhängig vom öffentlichen Netz. Es geht eigentlich nur noch um rund 3 Wochen, die ich irgendwie überbrücken muss, weil mit Schnee auf den Modulen kommt halt nichts runter. Und da stellte sich mir die Frage, ob ich PV Leistung generiere, oder aber die Batterien direkt auflade über einen DC Generator. 

Was Du geschrieben hast, hat mit "Lebensmüde" nichts zu tun. Alles ist technisch irgendwie zu lösen und das auch sicher. 

Ich denke allerdings, du hast es einfach nicht richtig gelesen oder? Also nicht immer gleich aufregen! Das bringt doch niemanden etwas. Die vorherigen Antworten haben mich schon von meiner fixen Idee abbringen lassen und ich werde sicherlich keinen Gleichrichter in meiner Anlage verwenden. 😉 

Achso


   
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(@nimbus4)
Batterielecker
Beigetreten: Vor 1 Jahr
Beiträge: 226
 

Ein 48V Generator ist oft problematisch, weil man dann hohe Ströme bei geringer Spannung  vom Standort des Generators zum Standort der Batterie führen muss.

Ich nutze bei zwei Anlagen Huawei R4850G2 Netzteile, um mit jeweils einem Generator ( AC230 ) zur Not die 48V Batterie  laden zu können.

Da gerade einfache Generatoren oft sehr "unsaubere" Ausgangsspannungen liefern, möchte ich bei meinen Anlagen nicht, dass der WR sich ( z.B. über einen Generatorport ) darauf synchronisieren muss.

 

 


   
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(@jospr)
Vorsichtiger Stromfühler
Beigetreten: Vor 4 Wochen
Beiträge: 9
Themenstarter  

@nimbus4 

Das ist schon interessant. Danke für den Tipp. Das ist schon das, was ich gesucht habe. Das mit dem Generatorport sehe ich auch als eher problematisch an. Um einen Generator dort anzuschließen, der auf der einen Seite eine stabile 50 Hertz Frequenz liefern kann und dann noch eine stabile Spannung und auch noch schieflastfähig ist, muss man wirklich sehr tief in die Tasche greifen. Erschwerend kommt noch hinzu, dass der Generatorport vom Deye Inverter nur max. 20 Ampere belastbar ist. Angeblich soll es mehr sein, aber das ist in Wahrheit nicht der Fall. Das wären max. 4600 Watt für die Batterien und das bei 35 KW/h Speicher. Ich bin auch kein Freund der Maximalbelastung, eher einer, der bei 50% Schluss sagt, dann wäre mir die Ladezeit einfach zu lang. 

Dein Tipp ist wirklich super und das genau werde ich mal abwägen. Ich habe ja auch noch, wie sehr viele andere auch, ein anderes Problem im Hause. Nein, Problem ist der falsche Begriff, aber jemand, die mit Energie nichts anzufangen weiß. Schon gar nicht mit der optimalen Verwaltung der momentan vorhandenen Energie und derer, die vielleicht einen Tag später zur Verfügung stehen könnte, jedenfalls dem Wetterbericht nach zu urteilen. Energie muss halt immer dann vorhanden sein, wenn es die, manchmal recht merkwürdigen Umtriebe im Kopf einer Frau danach verlangt etwas zu schaffen. Entweder einen Kuchen backen, oder nachts um 22 Uhr die Wäsche zu waschen. Dagegen anzukämpfen macht keinen Sinn, denn dann ist Dein Projekt gescheitert, jedenfalls in den Augen Deiner Frau, wenn man ihr die Freiheit des Schaffens einzuschränken versucht. Daher rechne ich mittlerweile im Quadrat. 


   
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(@paddy72)
Autarkiekönig
Beigetreten: Vor 3 Jahren
Beiträge: 769
 

Es gibt noch eine andere Möglichkeit:

In Bastelkreisen werden gerne alter Server-Netzteile verwendet um große LiPo-Akkus aus dem Racing-Bereich schnell aufladen zu können. Solche Server-NTs liefern Ströme bis weit über 100A bei 12 - 50V Ausgang. Ich selber habe mehrere und viele kann man relativ einfach umbauen für eine (in gewissen Grenzen) variable Ausgangsspannung.

Ein Projekt mit einem großen 6kVA Server-NT ist hier z.B. recht gut beschrieben (da habe ich selber kräftig mitgewerkelt):

Cisco WS-CACxxxx Server-PSU (3...9 kVA)

Mit wenigen kleinen Eingriffen kann man es von ca. 36...52V am Ausgang regelbar machen. Mit einem großen Eingriff kann man es sogar komplett von 0 - 60V regelbar machen, dann muß man aber die komplette Spannungs- und Stromregelung selber nachbauen.

Solche Server-NTs gibts teils sehr günstig ab 30...50 Eur bei ebay gebraucht - die laufen aber fast ewig und sind sehr hochwertig aufgebaut. Es gibt auch kleinere mit 12V Ausgang, davon kann man oft mehrere in Serie schalten um auf die gewünschte Spannung zu kommen.

Etwas Elektronik- und Bastelerfahrung sind aber schon notwendig. Man sollte schon wissen was man da tut, denn man arbeitet mit Leistungen im kW-Bereich und Netzspannung (die Dich bei einem Fehler 'auch tödlich umbringen kann' - nach Prof. Wood!)


   
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(@nimbus4)
Batterielecker
Beigetreten: Vor 1 Jahr
Beiträge: 226
 

Das Huawei ist praktisch ein Server-Netzteil, nur dass es vorwiegend im Telekommunikationsbereich eingesetzt wird.

Es gibt auch eine 4kW Variante:  R4875G1.

Außerdem sollte eine Parallelschaltung unproblematisch sein.

Die Huawei mit ihrer Konfiguration über CAN sind für "digital-affine". Abgesehen vom Anlöten von Kabeln ist da kein Basteln notwendig.

 

Das hier ist vermutlich der Ursprung der Nutzung im ESS-Bereich:

https://www.beyondlogic.org/review-huawei-r4850g2-power-supply-53-5vdc-3kw/


   
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